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12. Oktober 2017

Spitzensport Rekrutenschule

Mucksmäuschenstill. Das war's definitiv in den letzten Monaten um mich. Warum das so ist, darauf möchte ich zu einem anderen Zeitpunkt eingehen.

Allerdings berichte ich gerne von meiner fantastischen Erfahrung in der Schweizer Armee.

Ich hatte geniale 3 Wochen auf dem Waffenplatz Lyss, mit meinen Kameraden, langen Wartenzeiten und dem klassichen Kampfstiefel schrubben, wie man's von den Filmen kennt.

Zu meiner Grundausbildung gehörte eine Fahrerprüfung, die mir erlaubt einzelne Fahrzeuge der Armee zu fahren, um von Lyss nach Magglingen zu verschieben. Des Weiteren eine umfängliche Sanitäter Ausbildung, die mir besonderen Spass bereitet hat. Zugschule und das Übliche "rumgebrülle" waren ebenfalls Teil der kurzen aber intensiven Zeit und rundeten diese sehr gut ab.

Die letzten zwei RS Wochen verbrachte ich mit dem A-Kader auf dem Schnee in Zermatt, wobei wir unwahrscheinlich viel Pech mit dem Wetter hatten. Der Gletscher war meistens geschlossen und so beschäftigten wir uns mit Trockentraining aller Art.

Im Grossen und Ganzen war der erste Teil meiner Ausbildung ein grosser Spass und genau so, wie ich ihn mir erhofft hatte.

Jetzt befinde ich mich in der Winterpause meiner RS, und werde diese ab Mitte April bis Mitte Juli wieder weiterführen. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil und freue mich extrem, dass ich diese Chance erhalten habe!

Zu den Bildern: Oben der ganze SpiSpo Zug, unten nur wir Frauen.








14. Mai 2017

Snowcamp 1

Die Saison hat gestartet und damit auch die ersten Tage auf Schnee. Wir geniessen die ersten Eingewöhnungstage in Zermatt mit herrlichem Anblick auf das Matterhorn. Einfach genial.

Ist sie nicht eine wahre Schönheit?





26. April 2017

April, April..

..der macht was er will. Jetzt schneit er gerade Oliven-grosse Flocken. Ich komme trotzdem nicht aus dem Sommer Feeling raus und geniesse die wenigen "freien" Tage bevor die Post so richtig abgeht. Denn:

ICH HABE MICH FÜR DIE SPITZENSPORT RS QUALIFIZIERT!!!

Ja. Per Juli 2017 bin ich offiziell Profi Snowboarderin. Es geht wahrlich ein Traum in Erfüllung, ich kann's noch immer nicht fassen.

In zwei Wochen werde ich pro Forma zur Aushebung nach Rüti fahren. In etwas mehr als zwei Monaten werde ich, Rekrutin Weibel, zum Dienst antreten.

Mir steht also eine spannende Zeit bevor. Ich werde euch auf dem laufenden halten.

Bis bald




15. März 2017

Nur noch wenige Tage im Amt..

Kommendes Wochenende, werde ich als amtierende Schweizermeisterin abgelöst werden. Schön war's!!

Der Schweizermeister Titel bedeutet mir sehr, sehr viel. Das war immer DER Kindheitstraum für mich.. damals, als Weltmeisterschaften und Olympische Spiele in meinem Universum noch nicht existierten. Sogar noch lange vor der ganzen SBX-Geschichte. Als ich vor ungefähr einem Jahr ganz oben auf dem Treppchen stand, konnte ich meine Emotionen kaum zügeln. Dieses Gefühl, an diesem einen, wichtigen Tag abgeliefert zu haben, und für ein Jahr als "beste Schweizerin" zu gelten - das wollte ich einfach ein Mal erleben. Ich fühlte mich unglaublich gut, befreit, bestätigt.. all die guten Adjektive eben.

Dass ich den Titel dieses Jahr nicht verteidigen kann, tut mir schon ein bisschen weh. Kampflos abzugeben ist ein seltsames Gefühl. ABER; man soll nicht unnötig Energie verschwenden, an Dinge, die man nicht ändern kann.

So werde ich am Tag X einfach selbst auf mein Brettchen stehen und das schöne Gefühl nochmals ausgiebig geniessen. Und Schweizermeisterin 2016 bin ich ja trotzdem noch. Und die paar Tage bis zu den Meisterschaften 2018 werden schnell genug vorüber gehen. Da werde ich ja hoffentlich wieder antreten können ;)!

Geniesst die letzten Tage des milden Winters, bevor wir wieder mit dieser elenden Hitze überschüttet werden, die Kleider nur so an uns kleben und wir mit Schweissperlen auf der Stirn auf eine kühle Brise hoffen.

Bis bald, Caro







09. März 2017

I'm back

Grüezi mitenand

Ist schon witzig, wie man sich selbst so richtig kennen lernt, wenn man aus seiner eigenen Struktur fällt. Ich bin ein Planer. Ich weiss einfach gerne, was in der kommenden Woche ansteht, und bereite mich entsprechend darauf vor. Wenn ich den Überblick verliere, verliere ich mich selbst ein kleines Bisschen für eine Weile.. und schiebe das Ganze etwas vor mir her.

Ich habe nun also am 17. Januar operiert, alles lief sehr gut, mir geht's längstens wieder besserl. Das Training ist wieder aufgenommen. Wie oben erwähnt, habe ich allerdings etwas die Regelmässigkeit in meinem Alltag, meiner Woche und somit den Überblick verloren. Ich habe mich quasi für 2 Monate in den Ruhemodus versetzt. Inklusive Social Media Pause.. und das ganz einfach, weil ich das offenbar nötig hatte. Nach einer Verletzung möchte man erst Mal nicht gleich wieder mit dem Sport, den Resultaten der anderen und den Insider Witzen im Team konfrontiert werden.

Wie gesagt, bin ich jetzt aber zurück, in neuer Frische und darf schon bald wieder Vollgas geben.

Tausend Dank an das Balgrist, Herrn Professor Doktor Schweizer und Herrn Doktor Fröhlich für die - den Umständen entsprechenden - sehr angenehme Behandlung.

Bald kommen neue, grosse News. Bleibt gespannt!

Bis dann

Caro




 


11. Januar 2017

Ein Lebenszeichen

Warum ich mich so lange von meiner Webseite fernhielt? Es war einfach zu schmerzhaft.

Einen Bericht auf einer meiner Sportlerseiten auf Facebook oder Instagram zu schreiben, ist schnell gemacht. Ein paar wenige Zeichen, das eine oder andere Emoji, und schon ist die Lage erklärt. Nicht falsch verstehen, ich pflege meine Social Media Accounts genau so sorgfältig und mit Liebe, wie meine Homepage. Allerdings ist "das hier" der Ort, um mich emotional mit meinem Leben als Sportlerin auseinander zu setzen.

Am 14. November 2016 bestritten wir das erste richtige Training on course auf dem Pitztaler Gletscher. Wir teilten uns die Strecke mit den Stars der Skicross-, und Boardercross-Szene. Der Kurs war mega! Enge Kurven, schnelle Passagen, grosse Sprünge: ganz nach meinem Geschmack. Wie jede aufstrebende Athletin begann ich mich mit der Konkurrenz zu vergleichen, malte mir aus, wie viel mir noch fehlt - wo es noch fehlt. Ich war gar nicht so schlecht dabei. Ich war recht zufrieden mit meiner Erkenntnis und wagte mich in einen Heat mit einer Schweizer Kollegin und Weltcup Fahrerin. Wir kämpften, wenn auch spielerisch, unseren Weg Richtung Ziel. Ich führte knapp und war darüber so entzückt, dass ich zu schnell über den Kicker flog. In der Landung versuchte ich meinen Speed zu regulieren, setzte mich dabei ganz kurz und unspektakulär hin. Das war auch schon der ganze Spuk.

Mit einem unangenehmen Gefühl im linken Arm fand ich mich beim nächst besten Doktor wieder. Ich wollte nur kurz checken, ob Alles in Ordnung ist. Da ich so gut wie schmerzfrei war und mich lediglich die Bewegung einschränkte, dachte ich, es könnte nichts weiter Schlimmes sein. Röntgenbild. Meine linke Speiche war devinitiv gebrochen. Anruf bei unserem Teamarzt, Expertenmeinung einholen. Sofort operieren. Saison vorbei. Totalzusammenbruch.

Noch am selben Tag wurde ich in einer Privatklinik in Österreich operiert. Auf den halbierten Knochen wurde eine Platte gesetzt, die die beiden Teile zusammenhalten soll.

ABER..

Die Platte wurde mangelhaft eingesetzt, der Knochen liegt schräg an Ort und Stelle. Erneute OP. Diese wird in wenigen Tagen, am 17.01.2017 in Zürich durchgeführt.

Das ist der Zeitpunkt in meiner Geschichte, an dem die Leute, die diese hören oft sagen "Ich wäre so wütend!" oder "Verklage die Ärzte!" Nun, ich habe mich gefragt, ob ich in der Position bin, wütend zu sein. Hätte ich's besser gekonnt? Nein. Ich bin schon eine ganze Weile dabei, Verletzungen sind Teil davon. Mit Verletzungen sind viele Dinge verbunden, unter anderem, können solche Komplikationen auftreten.

Ich habe meinen Frieden mit der Situation geschlossen. Aktuelle Saison vorbei, kommende Saison bereits im Fokus. Mir geht's gut, ich weiss mich zu beschäftigen und meinen Gemütszustand lasse ich mir sicher nicht von etwas Unumstösslichem negativ beeinflussen.

Hier noch ein mega fettes Dankeschön an unseren Teamarzt, der Probleme nicht nur analysiert, sondern Lösungen vorlegt, kurzfristige Termine möglich macht und mir half, die gerade etwas schwerer gewordene Last zu tragen.

"Don't quit. Suffer now, and live the rest of your life as a champion".
- Muhammad Ali

Ich melde mich zurück, sobald ich die zweite OP hinter mir habe, und meine Finger das Tastaturschreiben wieder zulassen.

Bis dann alles Gute

Caro






 





07. November 2016

Danke

Hiermit ein riesiges Dankeschön an Giro und Dakine für die mega tolle Ware! Wie jedes Jahr bin ich einfach mega happy und kann's kaum erwarten, die Bekleidung, Goggles und Helme auf Schnee zu tragen!

Ausserdem habe ich mit Steigmeier Akustik + Bauphysik GmbH einen neuen Sponsoren gewinnen können. Merci auch an euch, für den Glauben an mich! Ohne Worte!


05. November 2016

Stelvio / Stubai

Es hat erneut etwas länger gedauert, bis ich nun endlich zum Verfassen dieses Berichts komme. Allerdings kämpfte ich die vergangenen Wochen mit grösseren Schwierigkeiten mit meinem Laptop, war selbst für eine Woche scheusslich krank, ganz kurz verletzt, und hatte im Geschäft eine Menge zu tun. Heute Abend habe ich aber Zeit gefunden, und berichte gerne, über den vergangenen Monat.

Nach der ersten Woche in Zermatt stand noch eine zweite, etwas längere auf dem Plan. Sage und schreibe 13 Tage haben wir auf dem Klein Matterhorn bei bestem Wetter verbracht, es war mega! Wir merkten allerdings alle, wie die Tage an uns zehrten. Die Höhe ist besonders nach dieser langen Zeit ein extrem ermüdender Faktor. In der zweiten Zermatt Woche landeten gleich zwei unserer Mitathleten im Spital. Was für ein herber Verlust. Die Stimmung lag anschliessend verständlicherweise relativ tief. Mittlerweile kann ich berichten, dass beide wohl auf sind. Die eine darf ab Mitte Saison wieder voll und ganz dabei sein, die andere muss leider die komplette Saison aussetzen.

Einen Tag nach der Heimreise von Zermatt, es war ein Freitag, arbeitete ich einen gewöhnlichen Arbeitstag in meinem Sportgeschäft. Nach 9h fuhr ich mit dem Fahrrad nach Hause. Bei einer kleinen Verengung des Fahrrad-Weges, kommt mir plötzlich ein anderer Fahrradfahrer ohne Licht entgegen, keiner von uns konnte noch rechtzeitig ausweichen - wir knallten einfach ineinander. Es schaute düster aus, denn ich konnte meinen linken Arm nicht mehr richtig bewegen und hatte grosse Schmerzen. Im Spital sagte man mir, der Arm wäre gebrochen. Man erklärte mir aber auch, dass zum momentanen Zeitpunkt kein definitives Urteil gefällt werden konnte, ich solle am Montag nochmals zurück kommen. Gesagt, getan. Am Monatg kam dann auch die Entwarnung: nicht geborchen, nur gestaucht. Das ist nun bereits wieder 3 Wochen her und ich kann meinen Arm schon wieder uneingeschränkt nutzen.

Auf dem Stelvio oder auch Stilfserjoch-Gletscher, trainierten wir bei eisigen Temperaturen auf einem ganz passablen Kurs, den wir uns mit zahlreichen anderen Nationen teilten. Ausserdem errichteten wir den ersten Pumptrack der Saison, auf dem wir an unserer Technik feilen konnten. Das war eine richtig tolle Woche mit einer super Stimmung im Team. Wir alle freuen uns extrem auf die ersten Wettkämpfe, die nur noch wenige Wochen entfernt sind!

Sobald es so weit ist, berichte ich wieder. Bis dann: gueti Ziit!

Als kleines Zückerli: Dies ist der Link zu meinen Videos, schaut doch Mal rein! VIDEOS

Caro





24. September 2016

Zermatt

Kaum zurück in der Schweiz, hörte ich den Berg rufen. Allerdings nicht einfach irgend einen. Sondern den Stolzmacher der Wallisser, das Weltbekannte Horn, die Spitze des Toblerones. Z'Matterhorn!

Mit dem B-Kader drehe ich hier meine Runden auf dem Gletscher. Seit Jahren haben wir keine ganze Woche lauter Sonnenschein mehr erlebt. Mit dem heutigen sind es genau 9 Tage des blauen Himmels über dem Bergmassiv - und mittendrin geniessen wir die gute Zeit und trainieren für die Wettkampf-Saison.

Das Ganze mag jetzt nach einem Ferienlager klingen. Die Anstrengung ist uns allen ins Gesicht geschrieben. Einige von uns schaffen's gerade noch die Zähne zu putzen, ehe sie um 21:00 Uhr ins Bett fallen. Die Höhe (unser Mini-Kurs steht auf 3800m) macht uns allen zu schaffen. Doch das Schöne, und das merkt man meistens erst nach ein paar Tagen, ist wie wir als Team funktionieren. Ich habe selten so gelacht in einem Trainingslager, wie in den vergangenen Wochen.

Somit freue ich mich schon wieder sehr auf morgen - Kickertraining und jibben sind angesagt.

Bis bald wieder

Caro





Zurück in der Realität

Einen Monat habe ich mir Zeit gelassen mit diesem Beitrag. Seit dem "Red Bull 400" - Event ist einiges geschehen. Neue Biketrails, neue Menschen, neue Übungen - und vor Allem; der Abschied vom Paradies. Er war auf ein Mal da. Ich wusste jeweils, es würde noch drei Wochen dauern, noch zwei Wochen, noch eine Woche bis zur Abreise, und als der Tag kam, war ich so perplex, dass ich es erst vor wenigen Tagen begriffen hatte (ich spaziere zum Beispiel heute noch in die Migros und will die Verkäuferin auf englisch ansprechen). Das Abenteuer ist vorüber. Ich bin zurück in der Realität. Ein Neues steht mir bevor!

Ich bin sehr dankbar für die Zeit im Kanadischen Wunderland. Es war genial! Dass ich nicht mehr im gleichen Ausmass die Downhill-Strecken runtersausen kann, versetzt mir einen Stich ins Herz. Ich habe mich definitiv in den Sport verliebt. Logisch: schliesslich ist es nichts anderes, als Snowboardcross, nur eben auf dem Bike. Ich kann es kaum erwarten, im kommenden Sommer die Trails der Schweiz zu entdecken.

Ich habe viele Fortschritte gemacht, mein Hauptziel vollkommen erreicht und meine Überzeugung und den Glauben an mich stärken können. Mission accomplished.

Danke, an "i believe in you" und alle Unterstützer, die ich dadurch für mich gewinnen konnte. Danke an meine Trainer, für die Offenheit und das Vertrauen, das mir geschenkt wurde - ich weiss diese Geste sehr zu schätzen. Danke meinen Eltern. Für Alles. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, aber ich bin unendlich dankbar für euren Glauben an mich und die Kraft die ihr mir täglich schenkt!

In tiefer Dankbarkeit und mit neuer Abenteuerelust, 

Caro





01. August 2016

Steil bergauf

Zuallererst: Alles Gute in die Heimat. Mein schönes Land feiert jugendliche 725 Jahre. Geniesst das Feuerwerk!

Ich habe noch 25 Tage hier. Ich kann kaum glauben, dass ich dem Ende entgegen schaue. Das alles hier, wurde für mich zur Gewohnheit, ich habe Whistler in mein Herz geschlossen. Beinahe täglich sehe ich mich neuen Herausforderungen gegenüber und versuche diese zu meistern. Manchmal klappts, manchmal eben nicht. Besonders Zweiteres bestätigen die zahlreichen hübschen, kunterbunten Flecken auf meiner Haut. Ja, das biken lässt mir nichts durchgehen und büsst mich teuer!

Um ersteres zu bestätigen habe ich keine äusseren Beweise, dafür schwere Beine und ein kratzen im Hals. Vorgestern, Samstag, habe ich mich der wohl härtesten Challenge meines Lebens gestellt. Das Red Bull 400m Rennen. Das steilste Rennen der Welt, fand zum zweiten Mal in Whistler statt - daher auch der Titel dieses Beitrags. Im Vorjahr wurde der Weltrekord aufgestellt, am Samstag wurde dieser um 5 Sekunde unterboten. Nein, ich war's nicht. Schön wär's. 400 Meter die Skisprungschanze hochgerennt, oder besser gekrabbelt. Hat mich eine Menge Durchhaltewille gekostet, aber das war's wert. Das Gefühl wenn man oben ankommt und dann noch den kompletten Rest des Tages: Wahnsinn. Obwohl ich jeden einzelnen Schritt gehasst habe, würde ich es wieder tun! (Bild: Mit Reign-Teamkollege Karel Van Goor, stolz und kaum fähig uns auf den Beinen zu halten)

Das war's mit dem coolen Update soweit auch schon. Sonst kann ich leider - obwohl angekündigt - von keinem Camp aus Kelowna berichten. Einige Teamkameraden haben sich verletzt, oder sind andersweitig unabkömmlich, da wären wir zu wenige Teilnehmer. Schade. Das Positive daran: ich falle nicht aus meinem Trainingsrhythmus und kann mein eigenes Programm durchziehen.

Wann das nächste Update ansteht weiss ich nicht. Vielleicht wenn wir die Bobbahn hochgeklettert sind oder etwas ähnlich Verrücktes. Bis dann, alles Gute!

Caro





11. Juli 2016

Halbzeit

Heute sind es genau 45 Tage seit ich hier bin, noch 45 Weitere stehen bevor. Ich durfte bereits so vieles erleben und ausprobieren, habe mittlerweile einen guten Rhyhthmus gefunden und bin noch immer sehr glücklich darüber, hier sein zu dürfen.

Mein Tag beginnt meistens um 05:30 Uhr mit einem Schüsselchen Müesli, um 06:00 Uhr stehe ich im Gym und arbeite die Liste an Übungen ab, die ich von meinem Trainer erhalten habe. Um 08:00 Uhr bin ich fertig, nehme den Bus und fahre 30 Minuten Dorfauswärts Richtung Vancouver nach "Whistler Creekside", wo sich ein anderes Gym befindet. Hier trainiere ich mit Ex-Olympioniken und immernoch aktiven Mountainbike Profis meine Ausdauer - mit der guten, alten Spinningmethode auf den Gym Velos, wie man sie vom TV kennt. Um 10:00 Uhr ist der Spuk vorbei und mein fixes Programm abgearbeitet. Von jetzt an, kann ich machen was ich möchte. Bikepark, skaten, oder Schwimmen gehen, oder etwas ganz Neues ausprobieren; zum Beispiel Golf (siehe Bild)! Kaum zu glauben, aber ich habe wohl ein Flair dafür. Spass gemacht hat's auf jeden Fall! Für das komplette Video, klicke hier (auf der neu geöffneten Seite, auf das Video unten links klicken, Titel: Driving Range Whistler).

Das nächste Trainingscamp wird in Kelowna durchgeführt werden, von dort werde ich natürlich wieder berichten! Ich freue mich schon. Kelowna gilt als das Californien von Kanada. Bloss ohne Meer, dafür Seen, so gross und schön, dass das Meerfeeling trotzdem kommt.

Bis dahin, geniesst die Sonne in der Schweiz. 

Caro





27. Juni 2016

Hochgefühl

Ganz ehrlich und ungelogen: ich habe hier die Zeit meines Lebens! Ich geniesse jede Sekunde und versuche meinen Tag so abwechslungsreich mit Sportarten "vollzustopfen", wie's geht. 

Ich will hiermit nochmals Danke sagen. Meinen Eltern, für den Glauben an mich, meinen Trainern für den "Füdligingg" hier und da, meinen Freunden und natürlich meinen Unterstützern durch "I believe in you", MERCI, dass ich hier sein darf. Ich war selten so glücklich!

Aus dem tiefsten meines Herzens; alles Liebe in die Heimat!

Caro




22. Juni 2016

Athletin sein - à la Kanada

Bescheidenheit. Ich denke ich bin bescheiden. Ich fühle mich auch mit Wenig wohl. Bescheiden zu sein, ist glaube ich auch ein Teil des Sportlerdaseins. Wir haben keine Zeit für Luxus. Vergangene Woche, hatte ich das Ultimatum an Bescheidenheit erlebt. Im Zelt schlafen, danach auf den Berg zum Snowboarden, später am Tag Mountainbiken und am Abend eine Runde Disc Golf, wieder zurück zum Zelt und schlafen. Die Woche an sich war sehr intensiv und fordernd. Umso stolzer bin ich. Wir haben's gemeistert, und wir alle blieben bester Laune. Eine herrlich lustige Woche!

Insgesamt an die 6 Stunden Training absolvierten wir pro Tag. Die Einheiten waren lang und schweisstreibend. Kein Wunder, unser Trainer war Top Athlet Rob Fagan, der bis 2014 noch selbst an den Olympischen Spielen für Kanada startete. Der Mann kennt nichts. Ein Naturbursche, sozusagen. Trotz seinem Rücktritt Ende 2014 ist er noch immer fitter als jeder Einzelne von uns. Definitiv ein Mann, zu dem ich aufschaue. Nun trainieren wir mit diesem Monster von Trainer und geben alles was wir haben, um am Ende des Tages in ein nasses Zelt, mit nasser Kleidung zu fallen und auf der Stelle einzuschlafen. Irgendwie ganz cool. Trotz der Intensität und der nervenraubender Nässe hatten wir jede Menge Spass. Die Gruppe war so wild zusammengewürfelt und so richtig guter Laune, dass die ganze, sehr nasse Situation nebensächlich wurde. Und so machten wir von Tag zu Tag weiter, ohne Dusche und ohne frischer, trockener Socken.

Bald steht das nächste Trainingscamp in Kelowna bei Vernon an. Ich freue mich bereits jetzt sehr auf die Woche! Kelowna muss wahnsinnig schön sein! Für den Moment geniesse ich aber mein Bett und die Dusche zu Hause. Etwas Erholung dazwischen darf schliesslich auch nicht fehlen.

Bis bald

Caro







Bild von meinem Zelt, am einzigen sonnigen Tag der Woche; dem Anreisetag

11. Juni 2016

Whistler - Vancouver  - Seattle - Portland - Mount Hood

Ich weiss nicht, genau, wie lange die Reise dauert. Sie wird sich für mich endlos anfühlen, für den Rest der Gruppe wohl eher wie ein Katzensprung. Kanadische Verhältnisse eben.

Morgen geht's los nach Mount Hood, ein Skigebiet im Bundesstaat Oregon. Morgens Snowboarden, Nachmittags Mountainbiken und Skaten und Nachts wird gezeltet. Wie das funktioniert? Keine Ahnung. Ich sag's Dir dann wenn ich zurück bin.

Ich bin nun genau zwei Wochen hier und immernoch sehr glücklich mit meiner momentanen Situation. Inzwischen habe ich 3 Bären gesehen und kenne mich in Whistler recht gut aus. Also.. im Dorf zumindest. Die Olympischen Spiele 2010 sind hier omnipräsent. Das Bild wurde auf dem Whistler Mountain geschossen. Man darf ja noch träumen ;).

Ich gehe dann Mal packen. 

Caroline Weibel



 


03. Juni 2016

Angekommen

Mein lieber Schwan, wo soll ich anfangen? Ich kläre Mal kurz die kleinen Nebensächlichkeiten: Der Flug war lange aber gut, mein neues zu Hause ist super, meine Teamkollegen sind wundervolle Menschen, Britisch Kolumbien ist definitiv eine Reise wert und ich lebe noch.

So! Nachdem ich nach nicht enden wollenden 4 Tagen Jetlag meine Energie zurück hatte, war ich auch im Haus eingerichtet. Es ist wundervoll hier, die Natur, das Klima - den ersten Bären habe ich übrigens grad' heute gesehen. Vancouver und besonders Whistler haben etwas magisches an sich. Zumindest für mich.

Das bewohnte Whistler ist relativ klein. Die Fläche allerdings um die 5 Mal so gross wie die Schweiz. Die Bevölkerungszahl liegt hier jedoch bei beinahe lächerlichen 9800-irgendwas. Die Touristen sind da natürlich nicht drin, aber man soll sich das bitte Mal vorstellen. Verläuft man sich in der Schweiz, läuft man maximal 1 Stunde, bis man das nächste Dorf erreicht. Hier läufst du, bis du umfällst.

Das Training hier habe ich bereits aufgenommen, etwas fitness hier, etwas joggen da. Doch bald geht's an die eine, ganz interessante Sache: Biken. Whistler ist das Mekka der Bikeszene und legt sich mir zu Füssen. Herrlich. Sobald das läuft, werden Fotos folgen! Im Moment biete ich euch erst Mal einen kleinen Einblick in die Landschaft hier in Whistler.

Bald gibt's Neue Updates!

Caro











14. Mai 2016

KANADA - Mein Traum wird wahr

Ich pflege viele Träume zu träumen. Einer davon sind die Olympischen Spiele. Ein anderer, durchaus mit dem ersten Traum zusammenhängender, ist Kanada.

Dank den vielen, super, mega, tollen Spendern und "I believe in you" wurde er wahr. Am 28. Mai fällt der Startschuss und für mich beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Vancouver wird für mich die erste grosse Prüfung sein, um nicht mehr nur Leistungssportlerin zu sein, sondern Spitzensportlerin zu werden.

Ich bin euch allen so unglaublich dankbar. Eine so grandiose Saison mit dieser Reise zu krönen ist für mich das Non plus Ultra der Gefühle!

Merci. An alle. An dich!



02. Mai 2016

Fuss gebrochen! Oder?

Nun, ich weiss gar nicht wie ich anfangen soll. Ich bin ja momentan verletzungsbedingt ausser Gefecht gesetzt. Seit 4 Wochen trage ich einen Gips und schlage mich mit Krücken durch den Alltag. Schon seit der Verletzung war ich absolut schmerzfrei. Ich war erstaunt und auch ein bisschen stolz, wie schmerzresistent ich doch war. Umso länger ich an die Krücken gebunden war, umso fahrlässiger wurde ich mit der Vorsicht um meinen Fuss. Ab der dritten Woche begann ich unbewusst den Fuss immer mehr zu belasten. Schmerzen hatte ich keine und als ich selbst bemerkte, dass ich beinahe normal laufe, hatte ich es mir bereits angewöhnt. Klar zwang ich mich dazu, so viel es geht zu entlasten, obwohl ich vom Gefühl her längst wieder normal hätte gehen können.

Dazu kamen ein, zwei Gespräche, die ich mit meinem behandelnden Arzt geführt hatte. Ich wurde einfach das Gefühl nicht los, dass mein Fuss gar nicht gebrochen war. Ich schämte mich für mein grosses Misstrauen gegenüber dem Herren Akademiker, doch ich wollte es beim besten Willen nicht wahrhaben. Also konsultierte ich eine Ärztin, die mir empfohlen wurde. Sie veranlasste sofort, alle Röntgenbilder zu sehen und schickte mich zu einer MRI Behandlung. Heute war die Nachbesprechung und, ja, meine Befürchtung hat sich bestätigt:

Mein Fuss ist überhaupt nicht gebrochen!

Ich habe mir einen Bänderriss zugezogen. Ausserdem ein weiteres Band im Sprunggelenk angerissen. Ich hätte theoretisch bloss eine Schiene tragen müssen und wäre in ungefähr zwei Wochen komplett geheilt gewesen. Nun verlängert sich die spassige Sache um weitere zwei Wochen, und von da an schauen wir Mal, was meine Physio so meint.

Ich bin zum einen schockiert über das, was da passiert ist. Zum anderen kann ich darüber nur lachen. Ich bin froh, dass ich mein Bauchgefühl nicht ignoriert habe. Dieses kleine Abenteuer zeigt mir ausserdem, dass ich mich selbst mittlerweile wirklich gut kenne, was mich wiederum stolz macht. Ändern kann ich’s eh nicht mehr, und das grosse Projekt Kanada ist noch immer nicht gefährdet, somit alles in Ordnung.

Ich danke allen für die unterstützenden Worte in dieser – sagen wir Mal ungewissen – Zeit.

Caro





13. April 2016

Update

Heute ist's 8 Tage her, dass ich meinen Fuss gebrochen habe (das heisst nur noch 4 Wochen und 6 Tage Gips, juhui). Bei der Nachuntersuchung wurde mir mitgeteilt, dass soweit alles so ist, wie es muss. Der Knochen liegt also noch immer schön dort wo er hin muss, um sauber wieder zusammen wachsen zu können. Also soweit alles i.O.

Mein kleines Träumchen (das Reign Team in Kanada) steht immernoch. Ich bin dank vielen, super lieben Spendern schon sehr weit gekommen. Ein kleiner Batzen fehlt aber noch. Um auch den Sprung noch zu schaffen, brauche ich deine Hilfe!

Auf dem Link http://ibiy.net/CarolineWeibel findest du alle Infos die du brauchst, um mich meinem Traum etwas näher zu bringen!

Ich danke dir von Herzen!

Caro








08. April 2016

Das Ende der Saison

Ich wünschte, ich könnte hier andere Neuigkeiten verbreiten. Zum Beispiel, wie gut Bad Gastein für mich lief, oder dass ich mich in der Europa Cup Gesamtwerung sogar noch ein Wenig nach vorne arbeiten konnte. Leider hatte ich dazu keine Gelegenheit mehr.

Vergangenen Dienstag, den 05.04.2016 brach ich mir im off Snow Training den Knöchel. Als ich von einer Matte auf den Boden gehen/springen wollte knickte ich ab, und fiel unsanft, und mit der Gewissheit, dass ich an diesem Tag nicht mehr aufstehen würde, hin. Die Schmerzen waren erträglich, das Triemlispital in Zürich ausserdem ganz in der Nähe, mein Fuss jedoch ziemlich stark angeschwollen. Nun trage ich Gips und gehe 6 Wochen an Krücken.

Meinen Oberkörper werde ich trotzdem weiterhin trainieren, sodass der Trainingsverlust nicht ganz so schlimm ist. Meinen Fuss muss ich schonen, doch bis zu meiner Abreise nach Kanada, sollte alles wieder in Ordnung sein. Glück im Unglück, sozusagen. Und ja, richtig gelesen. Kanada steht noch. Dieses Erlebnis lasse ich mir doch nicht von einer blöden Verletzung wegnehmen. Ich bin noch immer ganz aufgeregt und top motiviert für den Ausflug nach Übersee.

So endet die Saison etwas früher als erwartet. Im Grossen und Ganzen ist die Sache aber halb so tragisch. Ich weiss noch immer wo ich hin will und wie ich das machen kann. Die 6 Wochen nehme ich mir als Erholungspause und freue mich über den einen oder anderen freien Tag. Ok ich geb's zu, ich langweile mich bereits jetzt zu Tode. Aber passt schon. Nur noch 5 Wochen und 3 Tage bis der Gips weg kommt. ;)

Sobald ich neue Infos habe, werde ich diese hier mitteilen. Bis dahin geniesst das warme Wetter und den schönen Frühling. Dafür habe ich gerade definitiv genügend Zeit. 

Caro





 

25. März 2016

I BELIEVE IN YOU

"I believe in you" ist eine Crowd-Funding-Seite. Das heisst übersetzt, man versucht mit Hilfe von etwas Eigenwerbung private Spender zu finden.

Wie euch allen klar sein dürfte, kostet eine Saison ziemlich viel Geld. Meine Eltern, Dakine und Giro, sowie die Skiarena Andermatt Sedrun untertützen mich bereits so weit es geht. Ich arbeite neben her noch 50% und kriege so auch noch etwas zusammen.

Um vor Allem meine Eltern etwas zu entlasten, werde ich mein eigenes, kleines Projekt auf der Website "I believe in you" starten. Das Projekt lässt sich hier öffnen und anschauen. Ich bin froh um jede, noch so kleine, Unterstützung. Ganz nach dem Motto "Jeder Rappen zählt..".

Dieser Beitrag ist übrigens auch auf meiner Facebook Seite. Wer den Post teilen möchte, werde ich bestimmt nicht zurückhalten!

Herzlichen Dank im Voraus!

Caro

PS: Ich habe es in die Top 10 geschafft. Wahnsinn! -->

24. März 2016

Lenk

Uiuiui. Dieser Kurs, der bereitete mir schon immer Kopfschmerzen. Es passte einfach nicht. Die Jahre zuvor waren die Tage in der Lenk eine mühsame Sache. Dieses Wochenende konnte ich den Spiess umdrehen. 

Am Wettkampf-Freitag: 2. nach der Quali. Egal welcher Affe mich gebissen hat; SUPER, weiter so. Es läuft. Ich kann mein Brett gehen lassen. Ich bin da, wo ich immer hinwollte: in der Nähe der Spitze Europas.

Ich schaffte ausgerechnet hier in der Lenk mein bisher erfolgreichstes Resultat und fuhr ENDLICH aufs Podest an einem Europa Cup. YES! Ich holte mir am Freitag Bronze. MEEEEGAAAA TOOOLL!!!

Nach diesem Erlebnis will man natürlich mehr. Und so startete ich am Samstag hoffnungsvoll in die Quali. Ich wurde diesmal von 2 anderen Fahrerinnen geschlagen, dritte nach der Quali ist immernoch ein geiles Gefühl. Im ersten Heat dann, voller Zuversicht, .. ein Sturz auf der Startgerade. Ich wurde Mal wieder abgeschossen, gegen die Fremdeinwirkung hatte ich keine Chance. Neben der Sache, dass ich stürtzte, verpasste ich auch noch ein Tor und somit den Anschluss an meine Konkurrenz.

Ist das nicht faszinierend? Glück und Pech liegt in diesem Sport so nahe beieinander. Das eine Mal so, das andere Mal ganz anders. Ich freue mich einfach über jede Sekunde auf dem Board. Sturz hin oder her. Ich sammle doch gerade meine wichtigsten Erfahrungen ;).

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erfüllt ich bin. Voll mit Freude und Glück. Mit Liebe zu dem was ich tue, und mit Begeisterung für jeden Tag, an dem ich wieder im Gate stehen darf. Merci allen, für Eure MEGA Unterstützung. Ich bin noch immer überwältigt ob der vielen positiven Rückmeldungen zur Laufenden Saison. DANKE!

Caro

PS: Am Sonntag war noch ein Open, das ich für mich entscheiden konnte. Bilder gleich hier rechts.





23. März 2016

Puy St. Vincent

Alle Jahre wieder, geht's ins 7 Stunden entfernte Puy, Frankreich. Der Kurs, auf dem ich mein FIS Debut gab. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht.

Trainingstag. Es lief überhaupt nicht. Mein Trainer und ich redeten leider aneinander vorbei. Ich konnte mich nicht einfühlen. Komischer Tag. Abschalten, morgen nochmals bei Null beginnen.

Samstag. Wie gut alles auf ein Mal läuft. Und die Linie habe ich nun auch im Kopf. Perfekt. Qualilauf: 6. Das gibt's doch gar nicht. In Grasgehren vor wenigen Wochen hatte ich die Quali noch nicht ein Mal geschafft. Und jetzt fahre ich ins vordere Drittel. Unglaublich.

Und dann, kam der spassigste, und mit Abstand verblüffendste Lauf meiner bisherigen Karriere. Ein Video gefällig? Sehr gerne! Klicke hier!

Ich wurde an diesem Tag abgeschossen und 13. Der Heat vom Video beflügelte mich allerdings so sehr, dass mir das egal war. Ich fühlte mich genial.

An Tag zwei wurde ich 4. in der Quali. Immer ein kleines Stückchen weiter nach vorne. Endresultat 9., nach einem dummen Fehler meinerseits. Ach Herrje. Alles halb so tragisch. Schade? Ja. Aber ich habe ja noch etwas Zeit. Nur mit der Ruhe. Das kommt alles noch besser.

Caro





10. März 2016

Blogparade

Martin Feigenwinter lief 1994 und 1998 an den Olympischen Spielen in der Disziplin Eisschnelllauf und arbeitet heute als Mentaltrainer mit vielen jungen Sportlern zusammen. Auf seiner Website startete er eine Blogparade, bei der jeder etwas beisteuern kann. Hier mein ganz persönlicher Bericht:

Link zum Bericht

09. März 2016

Wo fange ich bloss an..

Dieses Wochenende in Veysonnaz, - , ich kann es noch immer nicht zu 100% fassen. Ohne Druck, Erwartungen oder Zielsetzungen stand ich am 04.03.16 im Gate. Qualifikationslauf. Atmen. 3 Mal ganz tief. Das Nächste was ich weiss, ist die Tafel, auf der mein Name stand und die Nummer 12 dahinter.

Ich bin nicht gerade für meine guten Qualifikationszeiten bekannt. Eher das Gegenteil ist der Fall. Auf manchen Strecken muss ich um mein Weiterkommen zittern. Woran das liegt, weiss ich jeweils nicht. Es reicht einfach oft nicht. Ich bin eine talentierte Heat Fahrerin, doch dahin muss man erst Mal kommen. An einem Welt Cup (!) die 12. beste Zeit zu fahren haute mich dermassen aus den Socken, dass ich nicht wusste, was ich mit mir anfangen sollte. Für Sonntag qualifizierte ich mich dann noch als 14. Das Alles.. es war unverschämt gut.

Mein Heat:

Lindsey Jacobellis - ihres Zeichens Silbermedaillenträgerin von Olypia Turin nach einer Showeinlage und Wegbereiterin der Schweizer Olympiasiegerin Tanja Frieden.

Eva Samkova - Olympiasiegerin in Sotchi 2014.

Nelly Moenne Loccoz - Siegerin des Gesamt Weltcups 2014/2015

Diese drei Damen beehrten mich in den Gates neben Mir. Ausserdem zwei Teamkolleginnen. Ein spannender Heat - für uns Schweizer zumindest, die Chancen standen schlecht. So kam es dann auch, dass die Drei Ikonen innert kürzester Zeit davon zogen und wir Schweizerinnen noch die Plätze 4, 5 und 6 unter uns ausmachten. Trotz oder gerade wegen einem Heat dieses Formats war es der Heat meiner bisherigen Karriere. Ich wurde am Samstag 14. und gab somit mein gelungenes Debut.

Am Sonntag stand die Sache nicht schon beinahe fest. Ich war extrem Nahe an der Kanadierin, die den Platz drei für sich beanspruchte, dran. In der letzetn Bank kam's zum Crash. Als letzte durchs Ziel, Rang 22. Auch das war lehrreich, wenn auch ein klein wenig ernüchternd, nach dem erfolgreichen Vortag.

Ich könnte glücklicher nicht sein. Das Wochenende hat mir so viel gegeben. Freude, Kampfgeist, Erfolg, Motivation, Spannung, alles was das Sportlerherz braucht. Jetzt kann ich so richtig durchstarten!

Caro








Caro in gelb, Mitte




Caro in gelb, Mitte.

03. März 2016

WELTCUP IN VEYSONNAZ

Ich bin noch immer etwas "baff", aber ich wurde tatsächlich für den Weltcup in Veysonnaz (Wallis, oberhalt Sion) aufgeboten. Ich habe heute hier das Training absolviert und bin mit meiner heutigen Leistung echt zufrieden.

Morgen geht's an die Qualiläufe. Ich freue mich wahnsinnig, denn die Chancen in die Finals zu kommen stehen so gut wie noch nie. Gleichzeitig bin ich extrem aufgeregt vor Freude und neuen Eindrücken.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufendem.

Bis dahin drückt mir die Daumen!

Caro





03. März 2016

Nachtrag Cervinia:

Am 12./13. Februar gings auf die Rückseite des Matterhorns. Es war eisig kalt und schlechte Sicht. Aber der Kurs versprach eine ganze Menge Spass. Technisch zwar überhaupt nicht anspruchsvoll, dafür eher schnell. Teamkollege Philipp Tandler und ich reisten alleine an. Das heisst ohne Trainer zu sein. Von A-Z. Es war anstrengend, aber eine wertvolle Erfahrung.

An beiden Tagen kam ich extrem schnell auf meine gewohnte Höhe. Zwar ohne Trainer, aber mit einem super Ersatz - Teamkollege Philipp - erreichte ich an beiden Tagen Platz 6 und sicherte mir am ersten Tag den Titel "zweitbeste Schweizerin", den ich am zweiten Tag noch auf "beste Schweizerin" verbessern konnte. Für mich eine super Bestätigung, dass ich mir den Schweizermeister Titel zurecht geholt hatte.

Dieses super Gefühl konnte ich sogleich ins Trainingslager in Sedrun mitnehmen. Dort besuchte mich übrigens ein Kameramann des Senders Tele M1. Den Beitrag dazu findet ihr hier.

Über ein Feedback freue ich mich natürlich immer ;).

Bis bald

Caro






 

07. Februar 2016

SCHWEIZER MEISTERIN!!!

JUHUUI.. Ich bin Schweizer Meisterin im Snowboardcross der FIS Frauen!

Ich holte mir den Titel vor drei Jahren bei den Open Elite Ladies. Und gestern schaffte ich es endlich, wie schon lange auf meiner To Do Liste geplant, in der höchst-möglichen Kategorie! Super Gefühl, muss ich echt sagen.

Gestern war so ein Tag, da lief einfach alles zu meinem Gunsten. Ein Quäntchen Glück gehört schon zu meinem Sport dazu. Es stimmte einfach alles. Bereits in den ersten zwei Läufen war es mir so gut ergangen, dass sich der Gedanke an den Sieg immer mehr in meinem Kopf festsetzte. Gedacht, getan. Ich hatte zu kämpfen im Finale, einfach war es nicht. Aber einfach ist ja auch langweilig.

Das ganze in Sedrun zu realisieren, macht das Glück zu 100% perfekt. Sedrun ist meine Bergheimat und meine wahre Liebe wenn wir vom Snowboarden sprechen. Wer meine Website öfters besucht, weiss das. Ich bin überglücklich. Was für ein geniales Wochenende!

Ich möchte gerne Danke sagen. Erst Mal für die lieben Glückwünsche, die ich bis jetzt bereits entgegen nehmen durfte.

Des Weiteren bedanke ich mich ganz herzlich bei den Bergbahnen Sedrun, für den tollen Kurs, die Möglichkeit immer bei euch trainieren zu dürfen und die super Organisation dieses Wochenende.

Dakine und Giro haben mich wie in jedem Rennen von Kopf bis Fuss begleitet. Merci tuusig für Eure Unterstützung, und den Glauben an uns Athleten, in diesem Fall speziell an mich. Ich fühle mich dank euch auf dem Schnee immer pudelwohl in meiner Haut - und Ausrüstung.

Meine Eltern, die meine grössten Fans sind und mich meinen Traum leben lassen.

Und natürlich meinen Trainern Darko Linder und Mario Suter. Ihr habt an diesem Wochenende wahrhaftig immer die richtigen Worte gefunden, um mich in Schwung zu halten. 

Ich werde meinen Sieg jetzt noch bei einem feinen Fondue geniessen.

Euch Allen ein schönes Wochenende und bis bald!

Caro



links Debby Pleisch, rechts Emilie Aubry



Mit Papa Weibel
 

Der frühe Vogel..

04. Februar 2016

Europa Cup Grasgehren

Ich war super guter Laune als wir am Start des Europa Cups standen. Grasgehren ist beinahe ein Traditionsrennen. Seit Jahren starte ich hier, kenne das Gebiet und fühle mich wohl. So war's auch am Trainingstag, dem 29.01., an dem wir der Wärme wegen lediglich zwei Trainignsläufe erhielten. Der Wärme wegen, mussten alle 5-10 Minuten Shaper in den Kurs, um den schmelzenden Schnee wieder an Ort und Stelle zu rücken. Das heisst eine Menge Warterei, und warten mag ich nicht.. Hauptsache es war warm und ich genoss die tolle Aussicht.

Am Wettkampf Tag lief das Training sehr gut. Die Qualifikation hätte ich mit einem Top 16 Rang belegen müssen, um in die Finals zu kommen. Was falsch lief, ist mir und meinen Trainern bis jetzt eher unklar. Ausgesehen hat's fliessend und schnell, angefühlt hat sich's super und wie geplant. Naja. Irgendwas stimmte wohl doch nicht. Aber ich bin drauf und dran meine Zeiten zu verbessern. Schon das nächste Mal, rechne ich mit einem weitaus besseren Resultat. UND ZWAR IN MEINER WUNDERVOLLEN BERGHEIMAT SEDRUN!

Wettkampftag 2 musste übrigens wegen zuviel Schnee gecancelled werden. Ironischerweise. Ich wusste schon immer, dass Frau Holle ein Schlitzohr ist.

Seid gespannt für die Schweizer Meisterschaften dieses Wochenende! Yeay!

Bis dann alles Liebe

Caro





28. Januar 2016

Als Zeichen meiner Lebendigkeit..

.. melde ich mich wieder Mal und erstelle das längst nötige Update.

Der Schnee bleib ja so gut wie komplett aus bis jetzt. Deswegen kam ich auch nicht in die winterliche Stimmung, die mich sonst zu Updates veranlagt. Der laue Winter ist ausserdem der Grund für eine Reihe abgesagter Wettkämpfe und Trainingswochen. Aber ein Rennen hat stattgefunden, sich wacker gehalten und mir ein superlustiges Wochenende beschert.

Pitztal

Nach einem erfolgreichen Training am Dienstag, 24.01.2016, fühlte ich mich richtig gut für den ersten EC Tag. Ich hatte einen Heat mit Sophie und Simona des schweizer Teams, was ich immer etwas unangenehm finde. Es kommen ja schliesslich nur zwei weiter. Für mich hat's zum Glück gereicht und so startete ich den zweiten Heat zuversichtlich. Eine Kanadierin machte mir das Leben "schwer". Der Heat war so traumhaft herausfordernd, ich hatte so viel Spass im ständigen Wechsel zwischen Platz zwei und drei. Die Konkurrentin und ich schenkten uns nichts. Auf der Zielgeraden schoss sie allerdings aus meinem Windschatten und übernahm Platz zwei. Schade, schade. So sollten Heats immer sein. Aber in Zukunft lieber mit mir an zweiter Stelle ;).

An Tag zwei musste der Kurs verkürzt werden. Man leitete eine neue Startgerade in etwa in die Mitte des ersten Kurses ein, was dann einen zur Hälfte komplett neuen ergab. Ich fand's super. Die Sicht war wie bereits am Vortag eher schlecht, aber annehmbar. Bei bitteren -25 Grad versuchte ich auf Touren zu kommen. Der Wind war sehr stark. Ich hatte im ersten Heat, bis zu den letzten 100 Metern, Position zwei inne. Wieder auf der Zielgeraden bildete ich das Segel für die Dame auf Platz drei, die ohne weitere Umstände an mir vorbei zog und mich somit nach Hause schickte.

Tag 1: 17. Platz (für das Sartfeld, das nur so von Welt Cup Fahrern strotzte war ich unglaublich zufrieden und glücklich mit meinem Ergebnis)

Tag 2: 33. Platz (nach Tag 1 weniger prickelnd. Verarbeiten, Atmen, Neustarten)

So. Das wär's für den Moment. Jetzt geht's ab nach Grasgehren, Deutschland. Europa Cup und National Cup. Ich freue mich so sehr! Und die Infos hierfür gibt's dann schon bald wieder. Versprochen.

Caro




02. November 2015

Alles läuft wie am Schnürchen

Ich bin mitten im Training auf Schnee und in der Halle (Im Bild mit Teamrider Sophie Hediger). Alles läuft so wie es soll und schon in 2 Wochen findet der erste Europa Cup statt. Meine Daten im Rennkalender sind nun auch wieder aktualisiert und auf dem neuesten Stand.

Ausserdem: Ich bin jetzt auch auf Facebook mit einer Sportlerseite vertreten. Um dahin zu gelangen, drücke bitte hier. Falls du auch auf Facebook bist, freue ich mich natürlich über dein Like.

Bis bald!

Caro



10. September 2015

Die Koffer sind gepackt

Dieses Prozedere ist jedes Jahr aufs Neue eigenartig. Bei mir ist dies nun die 8. Saison. Ich habe einen Sommer voller intensiver Trainings hinter mir, mit vielen Ferieneindrücken und der Sonne im Rücken. Und da scheint sie einem gerade noch ins Gesicht, und im nächsten Moment kommt die Frage aller Fragen: "Habe ich genügend Handschuhe eingepackt?".

Ich für meinen Teil weiss es jeweils nicht. Ich habe bereits (masslos übertriebene) 2 Stunden vor meinem Schrank gesessen um herauszufinden, was ich letzes Jahr noch dabei hatte und warum ich mich letzes Jahr schon wieder gegen die warmen Socken entschieden hatte.. bis mir wieder einfällt, dass diese ein Loch haben.

Und gleichzeitig steigt die Vorfreude. Nicht nur auf die anstehenden Trainingstage. Sondern auf eine Saison voller wunderbaren Erlebnissen und Reisen in die verschiedensten Schneesportgebiete dieses Kontinents.

In dem Sinne, melde ich mich ab. Bei Fragen oder Unklarheiten verweise ich auf die Infozentrale meiner lieben Freundin, der Frau Holle.

Caro






 

09. September 2015

Ach und..

.. um ein Mal noch eine andere Seite des Trainings zu zeigen - nicht dass ihr noch denkt, ich hätte ausser Sonnenuntergängen und blauem Himmel nichts anderes im Kopf -  habe ich hier ein Bild aus dem Krafttraining, genauer gesagt, aus der Phase der Intermuskulären Koordination, IK. :)

Caro 

09. September 2015

Mein Sommer

War extrem heiss. Für einen Wintermenschen wie mich, waren die letzten Monate eine überraschende Abwechslung im allgemeinen Meteo-Trott. Man ja gerade bei uns in der Schweiz glücklich sein, wenn der Sommer auf ein Wochenende fällt, was ausnahmsweise Mal der Fall war. Also bin ich im Grossen und Ganzen positiv von diesem überrascht - und klar - ich habe die warmen Tage wie jeder Andere in vollen Zügen genossen.

Meine richtigen, richtigen, supertollen Sommerferien kommen zwar erst noch, ich war aber mit dem Iceripper Team im Sommercamp in Messanges, nahe Bordeaux zum surfen. Eindrücke davon seht ihr rechts.

Kommenden Montag geht's ins erste von fünf Trainingslagern dieser Saison und ich kann es kaum erwarten!

Auch von dort gibts bald Bilder, ich freue mich, diese mit euch zu teilen!

Caro

22. Mai 2015

Kaderstatus

Ich habe es erst für mich selbst verarbeiten müssen, deswegen hat's so lange gedauert. Kurz und bündig: Ich habe den Aufstieg in ein höheres Kader nicht geschafft.

So. Jetzt ist es raus und ich habe mich damit abgefunden. Frieden damit geschlossen und bin mittlerweile glücklich über den Bescheid. Und das kam so:

Das C-Kader kam vom Alter her nicht mehr in Frage, das B-Kader wurde bereits von 13 auf 7 Athleten verkleinert und machte einen Aufstieg beinahe unmöglich, um jemanden der fix gesetzt ist vom Platz zu schubsen, hätten die Resultate an sich einfach besser sein müssen.

So lasch das jetzt klingen mag, ich bin trotzdem sehr zufrieden.

Die Draft Days waren für mich ein voller Erfolg. Ich war nicht die Beste, doch wenigstens immerhin die einzige Frau, die jede Herausforderung annahm, anstelle darauf zu verzichten. Ich hatte drei richtig tolle Tage auf dem Schnee mit meinen Kollegen und war ein Mal wieder völlig geflasht von dem wundervollen Sport, den ich mir vor mittlerweile acht Jahren ausgesucht hatte.

Am Samstag der Draft Days hatte ich bereits ein Gespräch mit dem B-Kader Trainer, das mir schon weitestgehend das Gefühl gab, kein neues Plätzchen in den oberen Reihen zu finden, am Mittwoch darauf folgte dann der definitive Bescheid.

Ich war wie erschlagen. Das Problem liegt gar nicht am Aufstieg (oder eher Nicht-Aufstieg), nein das Problem, war meine Zuversicht. Ich fühlte mich so sicher und bestätigt, dass ich mich schon auf einen postitiven Bescheid eingestellt hatte. Eventuell wäre das ja sogar in Frage gekommen, doch mit der Strukturveränderung bei Swiss Snowboard und der Verkleinerung sämtlicher Kader rückte mein Ziel wieder in die Ferne.

Man hat mich aber nicht übersehen oder vergessen. Man liess mich wissen, dass man mit meinen Leistungen bisher sehr zufrieden ist, und ich durchaus überzeugt habe. Das Potential scheint da zu sein. Um mir trotzdem eine Verbesserung meines Trainings offerieren zu können, bekam ich ein tolles Angebot:

-Der Status bleibt vorerst auf dem Iceripper Elite Regionalkader.
-Ich darf alle stattfindenden Trainingslager in Zusammenarbeit mit dem B-Kader absolvieren & in den Genuss der Beurteilung des Trainers Kaspar Stenz kommen.
-Ich verfahre an den Wettkämpfen wie bisher, entweder mit Regionalkader Trainer oder selbständig.
-Ich habe vor allen C-Kader Athleten den Vorrang, wenn es um Startplätze im Europa Cup geht.

Somit ist es in gewisser Weise ein Aufstieg, allerdings kein theoretischer, sondern ein rein praktischer Akt.

Ich will an dieser Stelle betonen, dass ich mich wahnsinnig über diese Chance freue. Eigentlich, ist dies das Beste, was mir passieren konnte. Klar, ich habe keine tollen Swiss Snowboard Kleider und kriege auch nicht die netten Vergünstigungen die man so hat als B-Kader Athlet. Aber ich kann mich an den Wettkämpfe in gewohnter Weise und ohne die Belastung eines Trainerwechsels voll und ganz auf das Rennen konzentrieren. Und trotzdem habe ich die Möglichkeit, in mindestens vier Trainingswochen einen Nationalen Vergleich zur Konkurrenz aufzustellen und mit ihr zu arbeiten. Ich bin also extrem glücklich über den Entscheid, und freue mich, mich noch ein weiteres Jahr voll und ganz zu entwickeln, bevor ichs dann so richtig, ordentlich, heftig krachen lassen kann.

So. Das Sommertraining hat begonnen. 6-7 Einheiten die Woche. Ich freue mich wahnsinnig!

Mit ganz lieben Grüssen und der Hoffnung auf baldigen Sonnenschein,

Caro














04. Mai 2015

Saison 2015 / 2016

Heute ist der offizielle Start der neuen Saison. Ich bin zu 120% bereit, freue mich riesig auf den Sommer und bin so richtig motiviert.

Weitere Infos folgen. Ich erhol mich Mal von meinem Muskelkater.

Caro


08. April 2015

Ich ziehe Bilanz 

Ich blicke zurück auf das zweite Jahr meiner Auszeit vom C-Kader. Vor zwei Jahren kehrte ich der Europa Cup Tournee den Rücken. Wie ich dazu stehe? Voll und ganz! War es die richtige Entscheidung, mich degradieren zu lassen? Die richtigste Entscheidung meines Lebens! Habe ich meine Ziele erreicht? Jedes Einzelne. Und ich fühle mich stärker und besser und glücklicher und motivierter, als je zuvor.

Die Saison startete trotz Auslandaufenthalt während der Aufbauphase recht stark, musste jedoch wegen eines Bänderrisses unterbrochen werden. In dieser Pause habe ich sicherlich an Fitness eingebüsst, jedoch keineswegs an Wille. Die Saison hat mir vieles zum Lernen geboten und ich habe dankend angenommen. Meine Auszeit sollte mich um einige Erfahrungen reicher machen, mir Lockerheit geben und vor Allem: Spass am Snowboarden erhalten. Und wie sie das gemacht hat.

Ich bin bereit, für einen Aufstieg in ein höheres Kader. Das neue System von Swiss Snowboard erlaubt mir sogar, das C-Kader zu überspringen und einen Aufstieg ins B-Kader zu wagen. Seit dem Februar weiss ich: genau dort will ich hin.

Ich weiss, dass ich gesichtet wurde, und ich weiss um meine Empfehlungen für einen Aufstieg. Jetzt gilt es noch, an einem kommenden Wochenende die Selektionen für einen Aufstieg zu rocken. Dies werde ich tun. Sobald ich weiss, ob ich den Aufstieg geschafft habe, werde ich euch wieder informieren. Ich kann es selbst kaum erwarten.

Für die vergangene Saison danke ich DAKINE, GIRO, TISSOT, WEIBEL ARCHITEKTURBÜRO und den BERGBAHNEN SEDRUN für die erneute und unermüdliche Unterstützung. Ihr alle habt an mich geglaubt, seit Anbeginn meiner Sportlichen Laufbahn. Ihr habt in mich investiert und ich kann es kaum erwarten, bis die Ergebnisse meiner Selektion da sind. Sodass ich euch alle schon bald, mit einem Aufstieg für eure Geduld belohnen kann.

Allerherzlichste Grüsse

Caro





08. April 2015

Sedrun - abgesagte SM mit Teilnehmermangel

Die Schweizer Meisterschaften, seit Jahren mein wunder Punkt, wurden ursprünglich im Januar angesetzt. Als ich noch verletzt und enttäuscht war, dass ich nicht starten konnte, wurde diese - zu meinem Glück - verschoben, auf den Ostersamstag. Der war vor einigen Tagen, die SM fand jedoch nicht statt. Durch eine erneute Verschiebung konnte der Event nicht mehr als Meisterschaft angesehen werden. Was folgte, war ein kümmerliches Fahrerfeld am Ostermontag. Selbst Schuld. Der Kurs war genial. Kein Kurs, der kompletten Saison, war so schön gebaut und geshapet, und vor Allem ging auch keiner so wunderbar auf, wie der in Sedrun gebaute FIS Kurs. Ich genoss die Sonne, den Schnee und die Herausforderung. Denn, trotz nur fünf Konkurrentinnen, waren alle etablierte Europa Cup Athleten und liessen mir überhaupt keinen Platz für Fehlerchen. Platz 2 im ersten Heat, kurz darauf bereits das Finale. In einem heftigen Finallauf, inkl. Sturz der Konkurrentin, der auch mich zu Boden zwang, schaffte ich es als Zweite die Ziellinie zu überqueren (unteres Bild, ich in gelb). Die SM, die keine mehr war, machte mich zur Zweitplatzierten des Tages und zur glücklichsten Fahrerin der Saison - behaupte ich. Die Saison wurde beendet, die Grillsaison eröffnet. Mein Herz mit Freude erfüllt. Merci für Alles. Ende.





08. April 2015

Nachtrag der letzten Europa Cups in der Lenk und Bad Gastein


Lenk

Nachdem ich am Vortag noch krank mit einer unangenehmen Magenverstimmung im Bett lag, wagte ich mich am 20. März auf wackligen Beinen aufs Brett. Energielos und erschöpft bewältigte ich zwei Trainingsfahrten, danach war ich ausgepowert. Dementsprechend lief auch die Qualifikation. Obwohl es eigentlich ganz reibungslos von statten ging und ich mich auf dem Kurs unheimlich wohlfühlte, fehlte die Energie für einen Top Run. Die Finals verpasste ich um nur 36-Hundertstel, ich musste mich mit dem 19. Rang zufrieden geben.

Tags darauf dann die zweite Chance. Immernoch etwas erschöpft, aber bereits viel fitter als gestern. Die Quali schaffte ich dann mit Platz 11, also sehr zufrieden stellend. In den Finals traf ich auf zwei Koleginnen aus der Schweiz und eine Franzosin. Ich hatte einen - für meine Verhältnisse - eher schlechten Start. Von Rang 4 auf Rang 3 in der ersten Bank, Rang 2 über einen Corner und zwischenzeitlich sogar in Führung über Kicker Nummer 3. Danach leider die falsche Kampflinie gewählt und die nahe Konkurrenz aufholen lassen. Über die Ziellinie dann, war's leider schon zu spät. Ich beendete auf Rang 3, mit einem riesen Lachen im Gesicht. So ein Fight hatte ich lange nicht mehr. Und ja, ich konnte meine Führung nicht halten, und ja, das ist ärgerlich. Aber es gab mir Selbstvertrauen und ich liebte das Gefühl danach! Auf dem 10. Platz den Tag beendet. Wie gesagt, sehr zufrieden.

Am Sonntag folgte noch ein Open, das mir aber eher zu Trainingszwecken diente. Für Platz 2 reichte es dann dort, danach ab nach Hause und fertig auskurieren.



Europa Cup Final in Bad Gastein

Das Monaco der Berge! Mit einem Bergbach/Bergfluss mitten durchs Dorf, der insgesamt 3 Wasserfälle bietet - MITTEN DURCHS DORF - eines der wundervollsten Dörfchen, die ich in der Bergwelt je gesehen habe.

Der Kurs war ein Wenig kriminell, weil die Elemente zu eng und zu schnell aufeinander folgten. So sorgte das Training an diesem Donnerstag, wie auch im weiteren Rennverlauf, für zahlreiche Stürze und enttäuschte Gesichter. Ich versuchte mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und fuhr die Quali, als ersten Lauf des Tages, ohne Sturz nach unten. Für die Finals reichte es nicht, mit der 21 auf dem Rücken gings nach Hause.

Nachdem wir einen freien Tag in Salzburg verbrachten (tolle Stadt, unbedingt auf die To-Do-Liste setzen! - hier im Bild ersichtlich), gings am Samstag wieder nach oben. Das anfänglich schlechte Wetter legte sich urplötzlich wieder, auf ein Mal schien die Sonne, der Tag konnte starten. Das Training lief sogleich besser als zwei Tage zuvor. Das OK hatte grosse Angst vor einem erneuten Wetterumbruch und entschied, die Qualis sausen zu lassen, und direkt mit den Finals zu starten. Für mich als mässige Zeitläuferin ein Glück. Mit zwei Franzosinnen und einer Polin im Heat gings von Startplatz Nummer drei ab ins Rennen. Ich hatte einen Mega-Start, führte die Gruppe an, bis sich in der letzten Bank die eine Franzosin nach vorne drückte. Für mich kein Problem, als Zweite über die Ziellinie zu fahren ist bis im Finallauf sowiso immer ein Triumph. Geflasht vom ersten Lauf ging ich adrenalingeladen in die zweite Runde. Soweit hatte ich's diese Saison noch kein einziges Mal geschafft, das Gefühl war soooo erfüllend. Mit dem selben Startplatz, ein weiterer Hammer-Start - ich war sofort an der Spitze und hielt die Führung bis ins Ziel. Jetzt war ich im Halbfinale. Ich war hin und weg - und völlig durcheinander - und sprühte nur so vor Lebensfreude und Adrenalin. Jetzt gings um den Finaleinzug. Der Start gelang mir wieder richtig gut, ich lag wieder in Führung. In der ersten Bank spürte ich ein Gerangel hinter mir, in der nächsten Sekunde verlor ich den Boden unter dem Brett. Eine Konkurrentin stürzte unglücklich, wobei sich ihr Brett in die Bahn von Meinem warf. Mein Kopf hämmerte, die Enttäuschung erschlug mich beinahe. So nahe am Final, war ich noch kein Einziges Mal. Im kleinen Finale - das ich trotz Kopfschmerzen noch fuhr - erreichte ich dann noch den zweiten und somit den gesamthaft 6. Rang. Nach wie vor sehr zufriedenstellendes Resultat und somit die Bestleistung meiner Europa Cup Saison 2014/2015.





















16. März 2015

EC Grasgehren

Nach einer tollen Woche im Schnee gings nach Grasgehren an den ersten EC des Jahres. Das Wetter war toll, der Kurs wie immer super. Die Qualifikation bei einem 32er-Tableau war geschafft, jedoch musste ich mich mit einer eher schlechten Quali-Zeit zufrieden geben. Ich traf auf drei Franzosinnen, die bekanntlicherweise sehr hartnäckige Gegnerinnen sind. Trotz einem guten Fight und dem zwischenzeitlich dritten Platz schaffte ich es nicht mehr auf die zwei. Der Tag war hiermit leider für mich zu Ende. Ich war ganz zufrieden, das Startfeld war extrem heftig und der Kurs auch anständig anspruchsvoll. Schade hat's nicht für mehr gereicht, immerhin hatte ich einen tollen Heat. 27. am Ende des Tages.

Am Sonntag dann wurde das Start-Tableau auf 16 Fahrerinnen verkleinert. Das machte vieles noch schwieriger, ich war aber sehr zuversichtlich. Im Qualilauf stürzte ich, weil ich auf den Rollern patzte. Lustigerweise erhielt ich aber einen Re-Run, da meine Vorläuferin bereits gestürzt war und ich somit - wäre ich nicht auch gestürzt - gestört gewesen wäre. Dass ich mich auch hingesetzt hatte, war zum gegebenen Zeitpunkt nicht wichtig ;). Ich fuhr wie eine Wahnsinnige, war richtig gut, für die Top 16 reichte es zwar nicht ganz, der Lauf war aber megaspitze, megaspass und mega-verbessert. So. 22. Platz gabs dafür, ich freue mich einfach, wenn ich fahren kann. Nur Gedulg, ich werde bald wieder da sein, wo ich einst war. Ich arbeite daran.

Bald gibt's neue Infos, dieses Wochenende in der Lenk, das WE darauf geht's nach Bad Gastein. 

Bis bald!



 

16. März 2015

Trainingslager Sedrun

Um einen kleinen Einblick ins Trainingslager zu gewähren, habe ich euch einen Link. Leider bin auf dem Video nicht ich zu sehen, doch dafür mein Teamkollege Tim Watter (www.timwatter.ch), der übrigens vergangenes Wochenende (14.03.-15.03.) mit dem 9. Platz sein erstes Top10 Resultat im Welt Cup erreichte! Ausserdem noch den 14. am Sonntag, was auf dem momentanen Welt Cup Liste Platz 10 der Gesamtrangliste ausmacht.

Tim ist seit 8 Jahren mein absolutes Vorbild und gleichzeitig einer meiner engsten Freunde geworden. Ich bin mega stolz auf Dich!

VIDEO






16. März 2015

Nachtrag Davos / 07.02.-08.02.2015

Bei bestem Wetter und frisch aus meiner Verletzungspause fanden wir uns auf dem Parsenn ein. Anfangs war der Kurs relativ schnell, ich fühlte mich aber sehr rasch, extrem wohl. Der erste Heat war ein Zuckerschlecken, der zweite Heat eigentlich auch - bis ich mir einen Eigenfehler aus Übervorsichtigkeit leistete. Es gab eine kleine Kollision mit der Zweitplatzierten, wir verloren den Speed, die anderen beiden schafften's vor uns über die Ziellinie. Endresultat am Samstag: 9. Platz- was für eine Enttäuschung das auf der einen Seite war, da ich definitiv mit einem Podestplatz rechnete, auf der anderen Seite war es das erste Rennen nach der Verletzung. Von dem her ganz ok.

Vom genialen Wetter des Vortags war am Sonntag leider gar nichts mehr zu sehen. Das Rennen wurde sogleich abgesagt. Schade, dass ich mich nicht noch beweisen konnte.

Auf gings ins Trainingslager nach Sedrun.

Das hingegen lief wieder sehr gut - bei Bestem Wetter - es war richtig toll.





02. Februar 2015

Zwischenbericht

Vergangenen Samstag war ich zur Probe in Sedrun. Um herauszufinden, ob ich mich bereits wieder voll und ganz auf dem Brett austoben kann. Und ja, das kann ich wieder. Ich bin überglücklich!

Caro


 

29. Januar 2015

Des Einen Leid, des Anderen Freud

Am Wochenende als Helferin mit dabei an den Schweizer Meisterschaften in Sedrun, war das Wetter leider nicht ganz so rosig. So fiel erst das Training am Freitag aus, am Samstag war die Sicht erneut sehr schlecht und man entschied sich nach langem hin und her das Open durchzuführen, aber: DIE SM 2015 WIRD AUF KOMMENDEN APRIL VERSCHOBEN.

Für viele eine grosse Enttäuschung, für mich das grösste Glück auf Erden. Ich freue mich also, mitteilen zu dürfen, dass ich dieses Jahr doch noch an der Schweizer Meisterschaften teilnehmen werde!

Am Sonntag wurde zwar noch ein FIS-Race und Open durchgeführt, die Verschiebung um mehrere Monate erfolte jedoch aufgrund der am Sonntag startenden Junioren Olympiade, auch EYOWF genannt. Bei dem Event kommen Erinnerungen hoch.. Wow! Wisst ihr noch?

Ich gratuliere dem Schweizer Team zu den bisherigen Medaillen!

Ich bin schon fast wieder im gewohnten Trainings Alltag. Ich freue mich, auf baldige Wettkämpfe und tolle Tage im Schnee!

Bis bald

Caro




22. Januar 2015

Zurück ans Eingemachte

Vorne weg: Ein fettes Sorry dafür, dass ich so lange keine News veröffentlichte. Ich wünsche nachträglich ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, die Vorsätze sind bisweilen noch immer eingehalten.

26.12.14: Wie jedes Jahr stand Einzug in die Kaserne auf dem Programm. X-Mas Camp. Das Wichtigste aller Camps der Saison, meine Freude war gross!

28.12.14: Nach dem Training auf dem Berg, das im Übrigen bis zu diesem Tage hervorragend lief, stand die Turnhalle Andermatt ganz im Zeichen unseres Hallentrainings. Einige Teambildungsübungen, Spiele und ein intensiver Parcours wurden durchgeführt. Ich weiss nicht, ob ich mich ungeschickt angestellt hatte oder die Fokussierung fehlte, auf jeden Fall war der Sprung in der Hektik von der dicken Matte auf den Boden an diesem Abend ein sehr schmerzhaftes Erlebnis. Ich wusste sogleich, dass etwas nicht stimmte. Nach ettlichen Abklärungen, Röntgen und MRI weiss ich nun: mein erstes Fussgelenkband ist ein Mal quer durchgerissen.

An und für sich ist diese Verletzung keines Falles verheerend. Das Band wird nicht operiert werden, meine Schmerzen sind seit dem Unfalltag komplett verschwunden, Schwellung und Färbung blieben beinahe gänzlich aus - dies wahrscheinlich, weil das Band schon etwas früher beschädigt wurde, wahrgenommen hätte ich dies jedenfalls nicht.

Was für mich, als ambitionierte Snowboardcrosserin aus Leidenschaft, dafür besonders schmerzlich ist, ist die Tatsache, dass ich mich mit dem Bänderris - ohne Wenn und Aber - von den bevorstehenden Schweizerischen Meisterschaften ausgeschlossen habe.

Der Clue: Seit jeher finden diese Ende März statt und seit Jahren NICHT in meinem ach so geliebten Sedrun. ABER DIESES JAHR, ja dieses Jahr, finden die Meisterschaften am 24./25.01.2015 statt, auf der Strecke, die mir seit Jahren am Meisten liegt - Sedrun.

Ich habe seit dem Unfall trainiert, mein Fuss heilt sehr gut und ich bereite mich mental bereits wieder auf die nächsten Wettkämpfe und Trainingswochen vor. Doch dies Geschichte mit der SM nagt an mir. Ja gut, ist ja nur die SM, ich habe schon grössere Wettkämpfe bestritten.. stimmt soweit. Doch ironischerweise - und ich weiss nicht woher das kommt - liegt mir an diesem einen Wettkampf mehr, als an allen anderen, die ich bis jetzt gefahren bin. Vielleicht liegt das an der Unerreichbarkeit. Dies ist meine siebte Saison. Ich war in jeder einzelnen der Sieben für die SM zwar zugelassen, konnte aber bisher nur an zweien starten, respektive zu Ende fahren. im Jahr 2013 schaffte ich es, das Rennen in der Kategorie "Open Elite" zu gewinnen, was auf der Liste noch fehlt ist aber die Kategorie FIS. Und ich brenne darauf. Nun ja. Dann eben den selben Spruch wie jedes Jahr: Dann eben nächstes Jahr.

Nun zur Seite mit dem "Miesegepetere" trotz Allem werde ich als Helferin dabei sein, mein Bestes tun um einen tollen Wettkampf zu bereiten. Für alle, die als Fahrer teilnehmen dürfen, ist es jedes Jahr genial, mit den Zuschauern den Tag zu zelebrieren. Also kommt doch vorbei und feiert mit uns!

Ich freue mich auf dich!

Caro




10. Dezember 2014

National Cup / Europa Cup Pitztal

Manchmal geht alles ziemlich schnell. Am Sonntag erhielt ich einen Anruf, am Dienstag befand ich mich bereits im österreichischen Pitztal. Die beiden Events fanden ausnahmsweise mitten in der Woche statt.

Bisweilen noch nicht ein Mal auf dem Kurs trainiert, stand ich plötzlich vor einer Startsection die's in sich hat und einem Kurs, der der grossen Allgemeinheit zu schaffen machte. Die extreme Länge auf einer Höhe von ca. 3200 m war definitiv eine Herausforderung.

Da ich diese Saison noch keine Streckenerfahrungen machen konnte, steckte ich meine Ziele tief. Im Wissen, dass andere Fahrer, von denen übrigens extrem viele Welt Cup Fahrer waren (wir hatten ein Startfeld wie an der Olympiade in Sotchi) beschränkte ich mich darauf, das Gefühl und den Spass in der Strecke zu finden.

Long story short, bei Sonnenschein und sehr viel Spass erreichte ich am Mittwoch Platz 25, am Sonntag, bei weniger gutem Wetter, einer abgesagten Inspection und erlassenem Training schaffte ich Platz 17.

Für mich ein gelungener Start in die kommende Saison mit schönen Momenten des Staunens, beim beobachten der Weltspitze.

Bald geht's auf ins X-Mas Camp. Ich freue mich schon riesig auf die Tage in Andermatt-Sedrun!

Bis bald, Caro



 

19. November 2014

Ready to rock

Die ganze Woche geht die Post ab. Und wie. und das alles nur, um am Freitag Abend erleichtert mit meinen Teamkollegen im Büssli zu sitzen und ENDLICH ins wohlverdiente Trainingswochenende zu starten.

Der Winter ist für mich schon längst angekommen, im Kaunertal hatte ich bereits das erste Mal Powder-Feeling und das Training "off-snow" läuft ebenfalls. Dies soll nochmals eine kurze Meldung sein, dass ich nur so darauf warte, endlich wieder die Sau rauszulassen und mit 120%, 25/8 die Wettkampfsaison zu bestreiten!

Ein RIIIIIIIEEEESIGEEES DANKESCHÖÖÖN and DAKINE, deren Snowboardausrüstung bereits bei mir angekommen ist. Ich konnte sie schon ein Wochenende lang testen und es war genial (Bild). Die Hose - passt wie angegossen, die Jacke - genau wie ich sie haben will! Handschuhe, Bags, Beanies und Scarves wie immer - perfekt! DANKE!

Ein weiteres Danke an GIRO, deren Goggles (Brillen) seit nun mehr drei Jahren zu mir gehören. Die Gläser passen wie die Faust aufs Auge! Ebenfalls wie immer schon - ebenfalls genau wie gewünscht.

Des Weiteren: Danke vielmals liebes Plan-C Fitness für das strenge, ermüdende und so wirkungsvolle Personaltraining! Es war einfach der Hammer.

SO! Ich bin dann Mal wieder weg. Lernen. Melde mich, sobalds was Neues gibt!

Bis bald, Caro





12. Oktober 2014

Herbstcamp Saas Fee

Ich bin nun wieder zu 100% in der Schweiz angekommen, habe die BM erfolgreich gestartet und kann es kaum glauben, dass der Winter für mich bereits wieder begonnen hat.

Frisch und Munter reisten wir am Sonntag (05.10.) nach Saas Fee - zum ersten Mal seit zwei Jahren, denn das Kaunertal musste wegen Schneemangel schliessen. In Saas Fee erwarteten wir perfekte Bedingungen, wobei die Bergbahnen am ersten Tag gleich die Türen schliessen mussten, diesmal wegen Schneeüberfluss.. 15cm schienen die Herrschaften zu überfordern. Kein Problem, der Trainer hat an alles gedacht, 3 Trainingseinheiten warteten auf uns.

Ab dem zweiten Tag konnten wir auf den Gletscher. Das Training war extrem intensiv, wobei uns allen die Anklimatisierung extrem schwer fiel. Saas Fee liegt auf 1'500 m, der Gletscher und unser Trainingsort auf 3'800 m. Die Luft isch spürbar dünner, der Körper schneller erschöpft, es handelt sich um ein klassisches Höhentraining.

Nach dem Schnee trafen wir uns jeden Tag für ein Klettertraining, oder für ein Skatetraining, das sich in Saas Fee wegen der Skate-Anlage schon sehr anbietet. im Anschluss gab es ein Konditionstraining zwischen 30-60 Minuten.

Ich bin offensichtlich sehr erschöpft und überglücklich zugleich. Die Trainings verliefen für mich sehr positiv und ich bin so richtig motiviert, am Erfolg anzuknüpfen!

Um meinem Training trotz der BM vollumfänglich nachkommen zu können, besuche ich seit Kurzem das Personal Training des "Plan C-Fitness" im luzernischen Kriens. Das Training ist wirklich perfekt auf meine Bedürfnisse abgestimmt! 

Ich bin voller Zuversicht für den kommenden Winter und dankbar für jeden Tag als Snowboarderin!

Caro




26. August 2014

Back to the Future

Exakt einen Monat ist es her, seit meiner Rückkehr aus der Metropole. Die Zeit fliegt so wahnsinnig schnell, erst kürzlich sass ich doch noch etwas ängstlich am Zürcher Flughafen, unsicher was alles auf mich zukommen mag.

New York war - um es in einem Wort zu nennen - intensiv. Nun, mit etwas Abstand zu den beinahe vier Monaten kann ich etwas entspannter darüber nachdenken. Mein Englisch hat sich meiner Meinung nach um ein Vielfaches verbessert, meine Kenntnisse über die Stadt New York und deren Bewohner ebenso. Mein Selbstvertrauen hat wohl einen ziemlichen Schub erhalten. Schliesslich habe ich New York gemeistert..

Mein Aufenthalt in New York sollte mir Zeit geben, um Abstand zu gewinnen. Ich sollte ein Mal wieder eine Zeit ohne mein sportlerisches Umfeld leben. Ich will jetzt nicht sagen normal, aber ja; ein normales Leben führen. Ich sollte also DIE Entscheidung treffen, die mir doch schon seit Jahren Bauchschmerzen bereitete. Die Definitive Antwort, bei der es weder Richtig noch Falsch gibt. Nur mein Bauchgefühl und ich. Und das war wegen den anhaltenden Schmerzen etwas aus der Übung. Ich sollte mich also entscheiden.

Und es war leicht.

Alleine auf einem Stein im berühtem - und so nebenbei: wundervollen - Central Park, stellte ich mir einige Fragen. Wieso will ich das? Was sind meine Stärken, welche Schwächen kann ich nennen? Wo sehe ich mich in den kommenden fünf Jahren? - Wie in einem Bewerbungsgespräch. Und ja, ich habe mich doch prompt wieder eingestellt. Ich hab mir den Job gegeben. Ich will Snowboarden!

Von jetzt an ganz nach dem Motto: 120%, 25/8. Ganz oder gar nicht! Greng abe u sekkle. Harden the F**k up!

Gleichzeitig startete vor einer Woche ein anderer, neuer Lebensabschnitt: die Berufsmaturität. Ich bin also für die nächste Zeit mindestens mit Hausaufgaben voll ausgelastet, langweilig wird's wohl kaum.

Vielen Dank and Dich, dass du immer noch hier bist und an mich glaubst! Bald liest du wieder von mir, ich begebe mich jetzt zurück ins Jahre 1291, Geschichtsbuch Seite 36!

Bis bald, Caro






16. April 2014

Saisonende 2013/2014

Hier  sitze ich nun, erschlagen von der vorbeilaufenden Zeit, die mir die letzten drei Wochen durch die Finger zu gleiten schien. Next stop: New York. Lange geplant, ist es heute so weit und ich bin mit den Gedanken noch immer im tiefsten Winter und im Schnee. Die 18 Grad in Übersee lassen mich kalt.

Ich blicke zurück auf eine Reise, die länger dauert, als ich mir hätte vorstellen können. Die nicht enden will und auch nicht enden soll. Die mir wunderbares bescherte und Emotionen hervorrief. Die Reise, von der ich eines Tages stolz erzählen werde, mit einem Lächeln im Gesicht und glänzenden Augen. So wie ich auch heute hier sitze und schreibe.
Die vielen Hochs und Tiefs, die Ungewissheit, die mir inne wohnte, das häufige Zweifeln, der Verlust des Selbstvertrauens.
Das alles stand vor einem Jahr auf meinem Tagesplan. Drei Möglichkeiten hatte ich: 1) Mich zusammenreissen und so weiter machen, 2) Handbremse ziehen, 3) aufgeben. Ich entschied mich für die Handbremse. Und heute weiss ich, ich habe richtig entschieden.

 
Nachdem ich endlich den Mut gefasst hatte, mich zu meiner Entscheidung - die mir keinesfalls leicht viel - durchzuringen, ging alles relativ schnell. (Die Handbremse ist ein Synonym für den Rücktritt aus dem C-Kader in mein Regionalkader. Hier habe ich die Möglichkeit, nochmal von vorne zu beginnen, mir Zeit zu nehmen, um dann von hinten aufzuräumen). Die Vorsaison lief gut, der Aufbau klappte, die Trainer waren glücklich, ich noch nicht. Ich gab alles und wollte beweisen, dass ich nach oben gehöre. Kaum starteten die ersten Wettkämpfe, war ich vorne mit dabei. Ich fuhr wie der Teufel und hatte allen eine Lektion erteilt, die nicht mehr mit mir rechneten. Ich war da und ich war gefährlich. Ich war, was ich mir immer wünschte: eine ernst zu nehmende Konkurrentin. Und jetzt war auch ich glücklich.
Die harte Arbeit hat sich ausbezahlt. Ich bin so motiviert, wie schon lange nicht mehr, vermisse den Winter mehr als den Sommer und bin untröstlich, dass ich in New York nicht snowboarden kann.
 
Für den kommenden Winter, habe ich mir noch ein letztes Mal eine Freiheit rausgenommen. Ein letztes Mal, weil mir bewusst ist, dass die Extrawürste irgendwann mal vorbei sind, weil ich weiss, dass jüngere Mädchen von unten nach oben klopfen und meinen Platz wollen, jedoch auch ein letztes Mal, weil ich weiss, was ich will und dieses Ziel von nun an verfolgen werde. Ich nahm mir erneut die Freiheit, auf den C-Kader Status zu verzichten. Ich will dort weitermachen, wo ich momentan enden musste. Die tollen Eindrücke, Emotionen und die riesige Motivation wird mitgenommen und ins 2015 geschleppt. Die Vereinbarung lautet so: Nicht die komplette EC-Tournee, jedoch teile daraus um nicht an fehlender Wettkampferfahrung zu scheitern.
Ich bin überglücklich und beim Gedanken an meine Snowboards wird mir wieder warm ums Herz.
 
Und hier sind wir wieder an dem Punkt, an dem ich mich bedanke:
Ich bedanke mich bei meinem Papi, für das stetig entgegengebrachte Interesse und die Inputs, die ich von ihm erhalte. Die Freude an dem was ich tue, ist dir von Weitem anzusehen. Vielen Dank hierfür, dein Feuer steckt auch mich immer wieder an.
 
Vielen Dank Mami. Ich weiss, dass du oft leiden musstest. Besonders diese Saison, hast du mitgefühlt. Dein Vertrauen in mein Können und meine Professionalität, geben mir Sicherheit. Dein organisatorisches Talent sorgt von meiner Seite für grosse Ehrfurcht vor dir als Geschäftsfrau und Mutter. Deine Liebe und die positiven Gedanken, kommen immer dann, wenn ich sie brauche. Danke, dass du immer an mich geglaubt hast und es noch immer tust!
 
Ich wusste es von Anfang an und bin nach wie vor davon überzeugt: Mit den Herren Linder des Iceripper Snowboard Clubs bin ich gesegnet. Euer Wissen und die Hingabe für diesen Sport sind einmalig, den Profit, den ich daraus ziehe unbezahlbar und diese unglaubliche Menschenkenntnis - die ihr beide zweifelsohne besitzt und davon Gebrauch macht - macht euch zu bemerkenswerten Trainern, die nicht nur das Physikalische, nein auch das Psychische, beherrschen und anwenden. Vielen Dank für die Möglichkeit auf ein weiteres Jahr der Zusammenarbeit.
 
Zu guter Letzt: Meine Sponsoren. Jahr für Jahr seid ihr bereit, mir eure Unterstützung zuzusichern. Jahr für Jahr, auch wenn es ein eher schlechtes war. Ohne wenn und aber, ohne Druck aufzubauen, bloss im Glauben an mich, dafür bin ich so wahnsinnig dankbar. Wie jedes Jahr, trug ich auch in Diesem mit Stolz und erhobenen Hauptes eure Namen in die Europäische Berglandschaft. Für Nichts auf der Welt, würde ich euch eintauschen. Ich hoffe, dass wir noch viele weitere Winter voneinander profitieren, auf das die Freundschaft wächst!
 
WEIBEL ARCHITEKTURBÜRO
TISSOT
DAKINE
GIRO
SEDRUN BERGBAHNEN
BAUMLI SPORT HOCHDORF

En schöne Summer

Caro























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25. März 2014

Europa Cup Final Lenk

Wie bereits Anfang dieser Saison angekündigt, fuhr ich diesen Winter ausschliesslich FIS und Junios FIS Races. Der einzige EC, den ich bestreiten werde, ist der Heimische in der Lenk, Berner Oberland. Die komplette Saison verlief mehr als gewünscht. Ich hatte mir selbst wieder und immer wieder bewiesen, dass ich noch immer snowboarden kann und dies wohl nicht all zu schlecht, die Podestplätze sprechen für sich. Doch das waren FIS Rennen. Klar, gelegentlich mit sehr starkem Starterfeld, doch konsequent gesehen, ist es eben doch nur FIS und nicht Europa Cup. Dementsprechend hohe Erwartungen und Nervosität brachte ich mit.

Es war wunderschönes Wetter am Freitag, wo wir alle die Möglichkeit hatten, über 2 Stunden auf dem Kurs zu trainieren. Ich kenne Lenk ja schon seit einigen Jahren. Die Elemente sind fast immer die gleichen, die Strecke verändert sich nur minim. Die Hitze machte den Schnee nass und somit langsam, was für die Meisten von uns ein Problem darstellte: wir waren zu langsam, um in die Landung der Sprünge zu kommen. Ich musste einen Flatlander nach dem anderen verzeichnen (Flatlander = Landung auf dem obersten Punkt des Kickers, kurz bevor die Neigung zum eigentlichen Landebereich beginnt. Solche Landungen sind meist sehr schmerzhaft, entweder für Knie oder Rücken, der Kopf brummt meistens etwas danach). Das Ziel des Tages wurde von "5 Steigerungsläufe bis zur fehlerfreien Linienwahl" in "Hauptsache ein Lauf ohne Flatlander" geändert. Tatsächlich gelang mir die Realisation, allerdings schmerzten meine Knie schon zu sehr, um noch einen Lauf zu absolvieren. Ich musste das Training mehr schlecht als recht beenden, wobei ich weiss, dass es der Konkurrenz nicht viel anders lief.

Am Samstag dann der Schnee-Regen. Der Schnee litt noch mehr, war noch langsamer, meine Flugphasen noch kürzer, das rechte Knie schmerzte. Ich schaffte es nicht ganz aus meinen Reserven, fuhr aber einen Trainingslauf, der mich zufrieden stimmte. Ich war bereit für die Qualifikation, jedoch mit gemischten Gefühlen. Eigentlich wollte ich mich unter den Top 15 qualifizieren, ich musste aber etwas umdisponieren, das Ziel war zu hoch gesteckt. Als 22. qualifizierte ich mich für die Finals, die sogleich beginnen sollten. Wie es in den Bergen so ist, spielte uns das Wetter einen Streich. Regen, Nebel und Sturmböen, machten eine Fortführung unmöglich, das Rennen wurde auf den Sonntag verlegt.

Die Bedingungen am Sonntag waren genau so schlecht, die Veranstalter waren bemüht, alles so schnell wie möglich durchzubringen. Endlich hatte ich mehrere Trainingsläufe, die passten, das Knie war inzwischen aber eine echte Belastung. So positiv es ging stand ich im Gate, durchlief mein Ritual und visualisierte nochmals den besten Lauf des Wochenendes. Die Schmerzen waren ausgeblendet, das Feuer in mir brannte, ich wollte auf die Strecke. Das Gate fiel runter, ich hatte einen starken Start, doch bereits beim ersten Element unterlief mir ein Flüchtigkeitsfehler. Vielleicht wollte ich gerade zufiel, oder ich war nicht konzentriert genug, was immer es war, es kostete mich den Sprung ins Viertelfinal. Enttäuschung pur, kopfschütteln und Traurigkeit überkamen mich.

Nachdem ich zwei Jahre, genau auf diesem Niveau mitfuhr und mich ganz passabel schlug, jedoch nicht mehr mit Herzblut dabei war, danach einen Gang runterschaltete und sogar nochmals die Leidenschaft für SBX fand UND diese von Wettkampf zu Wettkampf neu entdecken konnte.. Nach all dem, war ausgerechnet der für mich wichtigste Wettkampf des Winters ein Reinfall. Ich tröste mich damit, dass es einfach nicht mein Tag war. Die inneren sowie äusseren Faktoren passten wohl noch nicht wieder. Doch ich habe auch neuen Mut gefasst. Ich weiss wieder, wo ich hin will, ich weiss, dass ich mehr tun muss, um mein Ziel zu erreichen und ich werde das Gaspedal mit Bleifuss durchdrücken. Ich hoffe nun auf das Stattfinden der Schweizermeisterschaften, dies vor Allem, um für mich selbst einen besseren Abschluss dieser Saison zu finden. Und auch, um nochmals anzugreifen und die Freude nochmals aufleben zu lassen. Ich hoffe sehr, dass der EC nicht der letzte Event der Saison war. Falls jemand von euch direkten Kontakt zu Petrus hat, bitte richtet liebe Grüsse aus und leitet den Wunsch so weiter!

Bis bald

Caro

















15. März 2014

Grasgehren

Am 2. März reiste mein lieber Papi nach Grasgehren, Deutschland. Im Gepäck hatte er mich, zwei Snowboards die er nicht fahren kann und wie immer: 100% Einsatzbereitschaft. Hierfür, möchte ich dir ganz, ganz, ganz herzlich danken. Den Preis "grösster Fan auf der Welt", hast du auf sicher. Deine Erfahrung im Spitzensport und die Wissbegierde für den Meinen hat erheblich dazu beigetragen, zu stehen wo ich es heute tue. DANKE!! (Das Rennen beendete ich übrigens bei sehr schlechter Sicht auf Rang 6, womit ich sehr zufrieden bin. Doch all dies ist nur halb so wild. Für einmal gebührt dieser Bericht jemand anderem).

Sedrun

Mein "Heimberg", meine heimliche grosse Liebe, MEIN Sedrun. Dies ist meine Wohlfühl-Zone. Einmal mehr bei bestem Wetter, Sonnenschein und herrlich duftender Winterlandschaft, fanden die Jun. FIS Races statt. Freitag Training: lief wie am Schnürchen. Feedbacks konnte ich schnell umsetzen, der Kurs gefiel mir immer besser, alles ging wie von selbst.

Am Samstag das erste Rennen. Leider waren wir nur 9 Starterinnen, da zeitgleich noch andere Rennen stattfanden. Also gabs neben den Trainings nur 2 Heats. Den ersten Heat brachte ich souverän nach unten. Im Final wurde es dann eng. Die Konkurrenz war trotz dem kleinen Feld stark. Mit einer schweizer Gegnerin fuhr ich gleichauf in Bank Nummer 1, wo wir uns etwas zu Nahe beieinander wiederfanden. Nur knapp entgingen wir einem Sturz, dieser Zwischenfall kostete uns die oberen Podestplätze und machte den Weg für die Nachbarinnen aus Österreich frei. Schade, trotzdem hielt ich noch dem dritten Platz. Ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem Verlauf der Saison und der Sonntag konnte kommen.

Kennt ihr diese Tage, an denen ihr erwacht und denkt: "Heute ist ein guter Tag" ? Der Sonntag war genau ein solcher. Ich war fest entschlossen, meinen Erfolg vom Februar 2012 zu wiederholen: 3. und 1. Platz in Sedrun. Den dritten hatte ich ja bereits, fehlte nur noch der Sieg. Bis ins Finale war es keine so grosse Sache. Im Finale dann, die selben Gegnerinnen, wie am Vortag. Der Start gelang ganz gut, über den ersten Step-Down krachte ich mit einer Konkurrentin zusammen - Sturz. Ich stand sogleich wieder, enttäuscht wie ich war, hatte ich nicht mitbekommen, was kurz nach unserem Sturz geschehen war. Die anderen beiden Gegnerinnen legten sich nur kurz nach uns hin. Da ich als erste wieder auf beiden Füssen stand, übernahm ich die Führung und brachte den Lauf auch an dieser Stelle nach unten. Ich hatte es geschafft; ich durfte erneut das oberste Treppchen erklimmen. Was für ein Wochenende! Was für eine Saison! Was für ein Gefühl!

Ich bin wieder da!

Caro

PS: Ich durfte vergangenen Donnerstag ein Idol treffen. Bei der Gelegenheit gab ich gleich zwei, drei Tipps, für seinen nächsten Einsatz in der Skiwelt ;). Spass bei Seite: Wo er ist, will ich hin! Bode Miller.




24. Februar 2014

Trainingslager Tschamutt, Wettkampf Davos

Nachdem ich am Sonntag Abend von Kühtai nach Hause gekommen war, hiess es waschen, neupacken, umpacken, denn es ging am Montag morgen direkt ins Trainingslager in Tschamutt. Das herzige Dörflein nahe Sedrun, das schon jeder passiert hat, wenn er den Oberalppass überquerte, liegt mir sehr am Herzen. So vieles habe ich hier erlebt, oft waren wir da und es bot mir immer eine wunderschöne Auszeit vom stressigen Alltag. An diesem Ort fühle ich mich, wie auf dem Berg: zufrieden und willkommen.

Das Trainingslager ging wie im Fluge vorüber, es war eine anstrengende aber tolle Woche, inklusive komplettem Kurs, auf dem wir mehrere Heats machen und ich an meinem Start arbeiten konnte. Mit einem Tag Pause und zwei Hallenbadbesuchen wegen schlechtem Wetter, ging die Woche wie im Fluge vorüber und etwas müde aber voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg nach Davos (erstes Bild, Dämmerung in Davos), bezogen unsere Zimmer und stellten uns auf ein tolles Wochenende ein.

Davos

Zwar bei Sonnenschein, doch auch eisigem Wind und bitterer Kälte erreichten wir den Kurs auf dem Parsenn. Er war extrem schnell und ging perfekt auf. Auch hier, kam ich innert kürzester Zeit in den gewünschten Rhytmus, korrigierte in den Trainingsläufen alle Fehler und startete die Heats, mit einem tollen Gefühl. Die Konkurrenz war nicht zu unterschätzen. Da kein EC gleichzeitig mit dem Junior FIS stattfand, kamen alle aus der Umgebung nach Davos, um sich zu messen. Bereits mein zweiter Heat war eine harte Nuss, doch ich konnte mich schlussendlich durchsetzen und durfte weiter antreten. Der Sprung ins Finale gelang mir souverän, die finale Fahrt würde sich als Herausforderung entpuppen. Schnell wie immer verliess ich den Start als erste, kämpfte noch darum, diesen Platz auch zu halten, doch die Kollegin aus Deutschland war einfach schneller. Als zweite erreichte ich das Ziel, über beide Ohren lächelnd, der Tag war ein voller Erfolg.

Neuer Tag, neue Bedingungen. Die Kälte war weg, Davos zeigte sich von seiner schönsten Seite. Der Kurs war schneller, die Sprünge etwas weiter. Es lief wieder alles wie am Schnürchen, ich erreichte mit einer für mich so untypischen und doch so angenehmen Gelassenheit des öfteren die nächste Runde, bis ich mich im Halbfinale wieder fand.

Auch hier wieder, hat mir das Tableau einen schweren Heat eingebrockt. Meine Iceripper Teamkollegin und ich, gegen zwei hart zu knackende Nüsse von "ännet de Gränze". Während dem Lauf erlaubte ich mir - an zweiter Stelle - einen klitzekleinen Fehler, der reichte, um die Österreicherin vorbeiziehen zu sehen. In einem spektakulären Versuch meiner Seits, den zweiten Platz zurückzuerobern, gab es ein kleines Gerangel. Ich hatte es vorerst sogar geschafft, konnte die zweite Stelle jedoch leider nicht besetzen. Meine Konkurrentin und ich rangelten noch ein Wenig, sie gewann, ich musste passen. Kein Grund zur Traurigkeit, denn was da gerade geschehen war, ärgerte mich nicht etwa. Ich hatte soeben alle Register gezogen, gab, was ich hatte, es hat eben nicht gereicht. Kleines Finale ist auch was schönes. Hauptsache, ich darf nochmal!

Hier brillierte ich wieder, konnte meine Konkurrenz gänzlich hinter mir stehen lassen, erreichte den 5. Platz und gewann somit das kleine Finale. Ist ja auch was.

Einmal mehr ein sehr erfolgreiches Wochenende, an einem wunderschönen Ort.

Man hört sich

Caro







24. Februar 2014

Kühtai 2.0 , Tag 1

Am Wochenende des 15. und 16. Februars fand erneut ein Rennen im österreichischen Kühtai statt. Ich freute mich logischerweise extrem darauf, wo ich doch 7 Tage zuvor brillieren konnte.

Der Kurs war zwar leicht verlängert und somit ein wenig schwieriger. Ein weiterer Unterschied zur vorherigen Woche, waren die Teilnehmer. Da es nun kein Junior FIS, sondern ein FIS Race war, traf ich meine Kollegen aus den EuropaCup Teams wieder, die hier Punkte sammeln wollten. Ausserdem gibt es an einem FIS Race auch eine Qualifikation.

Wer meine Beiträge schon länger liest, ist über meine Schwäche in den Qualifikationen informiert. Es war die erste Gelegenheit dieser Saison um zu sehen, ob ich meinem Ziel, bessere Qualifikationen, näher gekommen bin. Und tatsächlich schaffte ich am ersten Tag eine sensationelle Zeit und qualifizierte mich als 5. von 32 für die Finals. Mein Herz, Kopf und Bauch waren sich einig: heute wird ein guter Tag. Gesagt, getan, fightete ich mich durch die Läufe, bis ins kleine Final, wo ich den Wettbewerb als 7. beenden konnte.

Kühtai 2.0 , Tag 2

Das Wetter war schlecht, eisiger Wind liess die Zähne klappern, doch ich war frohen Mutes. Der Unfall in Kühtai von vor einigen Jahren war wie weggeblasen, das Hochgefühl vom Samstag noch klar spürbar.

Nun war ich richtig nervös. Gestern hatte ich eine umwerfende Qualifikations-Zeit, doch was, wenn das eine Ausnahme war? Ich hoffte, meine Leistung wieder abrufen zu können, und wartete geduldig, bis ich an der Reihe war.

Durch den gefallenen Schnee der Nacht und dem leichten Nieselregen der gerade herrschte, war der Kurs langsamer und erschwerte die Fahrt. Unbeeindruckt und mit zwei Sekunden Rückstand auf meine Zeit des Samstags kam ich im Ziel an und glaubte meinen Augen kaum. Schon wieder fünft-beste Quali. Diese Zeit wurde auch nicht mehr getoppt und so trug ich die selbe Nummer wie Tags zuvor: 5.

Auch hier wieder viele interessante Fights und Überholmanöver. Die Starts waren gewohnt schnell und die erste Kombination lag mir extrem. Im Halbfinal wurde ich leider von einer Gegnerin abgeschossen, das heisst sie fiel und riss mich mit. Kann passieren, alles halb so wild, allerdings sollte ich ungerechtfertigt disqualifiziert werden. Um dies zu verhindern, hüpfte ich bis zum "angeblich verpassten" Tor, holte es mit dieser Aktion wieder ab und löste meinen Auschluss auf. Ich war zwar draussen, doch hier kam mir meine Qualifikation zu Gute: Ich erreichte trotzdem noch den 9. Platz.

Für mich ein tolles Wochenende, mit vielen, sehr positiven Eindrücken und einem genialen Gefühl in der Hosentasche.

Ich habe mit meinem Unfall in Kühtai abgeschlossen und blicke endlich wieder in guter Erinnerung an diesen wunderschönen Ort zurück. Übrigens habe ich dort oben Loipen gesichtet.. einfach nur WOW. Eine Reise ist es definitiv wert!

Bis bald, Caro












11. Februar 2014

Nachtrag der letzten zwei Wochen

Dieses Hin und Her zwischen "das Rennen findet statt" oder eben nicht, ist etwas anstrengend. Ehrlich! So einen Winter habe ich noch nie erlebt. Zuerst finden keine Rennen statt, weil überall der Schnee fehlt und dann folgen gleich zwei Rennwochenenden hintereinander, an denen die Kurse buchstäblich im Schnee versinken.

Trotz diesen etwas ungewöhnlichen Verhältnissen, hatte ich die Möglichkeit insgesamt vier Wettkämpfe zu bestreiten. Wie Ende vergangener Saison angekündigt, habe ich mich aus dem Europa Cup Zirkus zurückgezogen. Die Idee war, nicht die ganze Tour zu fahren, sondern immer Mal wieder ein Rennen anzugehen. Da Colere und Isola 2000 nicht statt fanden, wichen wir auf die Open in der Lenk und die beiden "Junior FIS" in Kühtai aus (neues Format der ursprünglichen FIS Races. Die Altersgrenze liegt nun etwas tiefer, momentan beim Jahrgang 1993).

Lenk

Erste Wettkämpfe der Saison, toller Kurs wie jedes Jahr. Der Schnee war ganz neu und aus diesem Grund war "weich" fahren angesagt, also möglichst keine Kanten geben. Der erste Heat war sehr einfach, wobei ich beim zweiten auf zwei EC Kolleginnen traf. Einer muss passen, in diesem Fall war ich um haaresbreite langsamer. Ich beendete das Rennen trotzdem noch auf Platz 5.

Am zweiten Tag schaffte ich auch den Sprung ins Finale und durfte gegen meine Iceripper Kollegin fahren, was immer eine interessante Sache ist, schliesslich trainieren wir oft zusammen. Wieder eine ganz knappe Entscheidung, und mit meinem zweiten Platz landeten wir einen Doppelsieg (Bild oben, Caro schwarze Hosen, vorne). 

Kühtai

Der österreichische, wirklich wunderschöne Snowboardort in der Nähe von Innsbruck war mir bereits bekannt. Vor drei Jahren brach ich mir hier das Handgelenk. Doch Angst, oder Zurückhaltung in anbetracht meiner Verletzung verspürte ich nicht. Ich hatte eher etwas zu korrigieren. Etwas wieder gut zu machen. Denn der Kurs war schon vor drei Jahren der Hammer. Also wollte ich angreifen. Und das tat ich auch. In zwei tollen Renntagen erreichte ich beide Male das Finale und entschied die Wettkämpfe für mich. (Bild oben mit Teamkollegin vor dem Start, unten Pricegiving)

Für mich war es eine Premiere, denn noch nie gewann ich zwei Tage in Folge. Und es kommt noch besser: kommendes Wochenende sind nochmals zwei Wettkämpfe in Kühtai angesagt und ich werde erneut mit 120% das gleiche Resultat anstreben.

Insofern zwei Wochenende voller toller Resultate! Ich freue mich über die wiederkehrende Konstanz, die zurückgekehrte Motivation und jedes Flöckchen Schnee, das mir vor die Nase fällt.

Ich wünsche eine tolle Woche und bis bald wieder!

Caro













29. Januar 2014

Langsam aber sicher..

.. kommt jetzt alles ins rollen. Nachdem das Rennen in meinem geliebten Sedrun wegen Schneemangels abgesagt wurde, folgten viele unklare Ausweichsoptionen und neue Daten. Bis zum momentanen Zeitpunkt, konnten wir noch keine davon wahrnehmen. Die Krise lichtet sich nun endlich und so wird am kommenden Wochenende in der Lenk das erste Race für mich in der neuen Wettkampfsaison starten. Ich freue mich sehr, endlich mein Können auszuspielen und werde kurz danach selbstverständlich wieder informieren.

Nichts desto trotz kam ich im Schnee auf meine Kosten. Nachdem der Start verfeinert wurde und die Fahrtechnik im allgemeinen endlich eine sehenswerte Form angenommen hat, konnte ich von meinem guten Freund und Olympiateilnehmer Tim Watter (www.timwatter.ch) profitieren (auf dem Bild in der Mitte). Schon seit Jahren ist er mir ein Vorbild, mein Zugpferd, mein heimlicher Tippgeber und zeigt auf seine positive Art und Weise, dass aufgeben NIE eine Option ist. In diesem Sinne gratuliere ich dir von ganzem Herzen! Geh und hol, was dir gehört!

Ziele sollten nicht allzu hoch gesteckt werden, aus diesem Grund steht erst mal das nächste Open auf meinem Rennplan. Wir sprechen über die Spiele im Jahr 2018, wenn die Zeit dafür gekommen ist :). Ich empfehle jedem, die SBX-Wettkämpfe in Sochi zu verfolgen und natürlich Tim die Daumen zu drücken. Wenn einer ganz nach oben gehört, dann er!

Bis kommenden Montag, ich melde mich wieder!

Caro




02. Januar 2014

Saison 2013/2014 2.0

Frohes neues Jahr! Ich hoffe die Festtage waren für alle ein voller Erfolg und jeder kam zu seiner erholsamen Auszeit!

Mittlerweile habe ich 2 Wochen Andermatt und Schnee hinter mir. Erst war der J+S Leiterkurs an der Reihe. Für mich Spass pur und endlich mal genügend Zeit, um die Piste als meinen Spielplatz zu entdecken. Auch wenn mir die Dinge, die uns beigebracht werden sollten schon bekannt waren, habe ich extrem viel von der Woche profitiert. Eine Woche lang uneingeschränkt snowboarden, jibben, neues ausprobieren, das bei unserem SBX Training teilweise untergeht.

Nach Weihnachten stand das Christmas Camp auf dem Plan. Wie jedes Jahr ein riesiges Vergnügen. Das Leben in der Kaserne, mit täglichem Training und in ständiger Gesellschaft meines Teams entspricht sehr genau meinen Wünschen. Leider konnte Sedrun noch keinen Kurs für uns bauen. Trotz des vielen Schnees, reichte es nur für eine Startgerade inkl. Rollern und einem Pseudo-Corner. Für mich reichte es im ersten Moment. Wie jedes Jahr hatte ich wieder Schwierigkeiten mit dem Starttraining. Weshalb das so ist, kann ich mir nicht erklären, wo doch ausgerechnet der Start als eine meiner grossen Stärken gilt..

Am letzten Tag war bei allen die Luft raus. Die Verletzungsgefahr stieg, der Übermut schwang mit, die Müdigkeit machte sich bemerkbar. Wir hatten uns die kurze Pause über Silvester redlich verdient. Nächste Station: Sedrun FIS Race. Ich bin mir sicher, dass mein Training sich gelohnt hat, und freue mich auf den einen oder anderen Fight.

Go hard or go home!




12. Dezember 2013

Das verbleibende Jahr

Lange habe ich nichts Neues mehr geschrieben, dafür entschuldige ich mich. Unsere Trainings im Kaunertal gingen zu Ende, jetzt wo auch die Schweizer Bergbahnen ihre Tore öffneten, freuen wir uns auf das Training in der Heimat.

Um mir eine bislang noch geschlossene Türe zu öffnen, entschloss ich, den J+S Leiterkurs 1 zu absolvieren. Falls ich eines Tages genug vom aktiven Leistungssport habe, kann ich so mein Wissen dem Nachwuchs weitergeben. Den Kurs werde ich mit spielerischen Übungen auf der Piste verbinden, um auch hier von den Tagen im Schnee profitieren zu können. Ich freue mich extrem, als Athletin "hinter die Kulissen" zu schauen und meinen Weg als zukünftige Snowboard-Trainerin zu ebnen.

Zwischen Weihnacht und Neujahr nehme ich wieder am X-Mas Camp teil. Bislang konnte ich aus dieser Trainingswoche immer den grössten Profit ziehen. Meistens ist es die erste Woche in einem kompletten Kurs und macht irre viel Spass. Wir werden in Sedrun trainieren, wo um den 10. Januar 2014 auch der erste Wettkampf über die Bühne gehen wird.

Mit grosser Vrofreude schaue ich nach vorn, und berichte natürlich nach Neujahr wieder von den Fortschritten.

Bis dahin, wünsche ich allen eine frohe Festzeit, weisse Weihnachten, eine sternenklare Silvesternacht und einen wunderschönen Start ins neue Jahr.

Caro




04.11.2013

Blinde-Kuh im Kaunertal

Vergangenen Freitag reiste unser kleines Team zum ersten Mal in dieser Saison wieder ins Kaunertal. Die Vorfreude war gross, da das Skigebiet an sich einfach echt viel hergibt. Es beginnt bei den kurzen Wartezeiten am Lift und endet bei der Pistengrösse und Vielfalt.

Ziel waren die Positionen, Hoch- und Tiefentlasten, Brettgefühl, Fakie fahren und Kicker.

Die Positionen gelangen schnell wieder, nach zwei Fahrten war ich soweit mit meiner Leistung zufrieden. Als nächstes war Fakie fahren dran. Ich gestehe, dass ich immer so meinen "Krieg" mit der "anderen Fahrtrichtung" hatte. Es fühlte sich einfach zu fremd an. Dieses Wochenende staunte ich nicht schlecht, als ich souverän, vorallem aber auch spielerisch, die Pisten unsicher machte. Der Erfolg war eine Erleichterung. Ich begrub das Kriegsbeil und wollte fast nicht mehr in meine reguläre Position wechseln. Das Gefühl, das ich hatte, wollte ich einfach um jeden Preis geniessen und auskosten.

Am zweiten Tag waren die Bedingungen erst hervorragend, doch sie schlugen rasch um. Die Kälte, der Nebel und der Schnee kamen über uns. Das Kicker Training wurde leider etwas erschwert. Trotzdem machten mir unsere Sprünge, wobei ich mal wieder erfahren musste, dass Gefühl und Tatsache nicht dasselbe ist. Ich könnte wetten, dass ich eine tiefe, gehockte Haltung hatte, als ich auf den Sprung zuraste. Doch der Trainer wusste es besser und ich musste einsehen, dass da noche in paar Zentimeter nach unten fehlen. Doch alles mit seiner Zeit.

Da die Sicht sowiso schon schlecht war, wurde kurzer Hand ein "Blindes Training" beschlossen. Das funktioniert so: Handschuh, Tuch, Lappen oder anderes in die Goggle stopfen, bis man nichts mehr sieht. Ein Partner fährt immer in einem sehr kleinen Abstand hinter dem "blinden" Kollege und führt in durch lautes Rufen.

Wie hilflos man sich da fühlt! Das Gleichgewicht ist extrem eingeschränkt, man hat keinen Sinn mehr für Geschwindigkeit, die Orientierung zu behalten ist praktisch unmöglich und die Füsse sind vom vielen Ausgleichen zu überfordert, dass ein Sturz immer mal wieder vorkommt. Zum Glück fahren wir ja sehr langsam und nur auf fast leeren Pisten. Trotzdem, die Erfahrung ist der Wahnsinn, auch wenn die Angst klar überwiegt.

So ging unser erstes Weekend über die Bühne. Von jetzt an gehts Schlag auf Schlag!

Bis bald, Caro




13. Oktober 2013

Trainingscamp Zermatt

Am 06.10.2013 war es soweit; das erste Camp stand vor der Türe.

Nachdem ich mich relativ lange mit meinem Material beschäftigt hatte, den Wachskoffer checkte, meine Kleider impregniert hatte und schaute, dass alle Schrauben fix waren, kam am 06.10.2013 der Anreisetag. Am Zürich HB trafen sich die Iceripper SBX und Freestyle Teams um gemeinsam per Zug gen Zermatt zu reisen.

Für mich war es das erste Mal im 1610 m.ü.M liegenden Dörfchen, es unterschied sich jedoch von Saas Fee nur in der Anzahl Touristen, die gerne nachfragten, ob wir denn auf dem Matterhorn (Bild 1) snowboarden würden.

Wir trainierten 3 Tage bei unseren SBX Trainern, am 4. Tag bei den Freestylern in der Half-Pipe. Das Pipe Training wurde jeweils des aufziehenden Sturmes wegen abgesagt.

Ich konnte viel vom durchgeführten Training profitieren, auch wenn wir am letzten Tag nicht auf den Berg konnten. Besonders die Position auf dem Snowboard spielte bei mir seit Jahren eine grosse Rolle! In diesem Camp konnte ich bis auf kleine Details alles perfektionieren, jetzt muss dies nur noch so bleiben ;).

Die Höhe, in der wir trainierten, machte sich bei so manchem mit Kopfweh bemerkbar und natürlich durch die Tatsache, dass Einiges um ein Vielfaches anstrengender war. Das Lager endete am 11.10.2013 und erachte ich als gelungen.

Hier ein kurzes Dankeschön an meine Sponsoren, von denen ich bereits Material erhalten hatte und an das ich mich auch schon gewöhnen konnte. Ich bin mega zufrieden und freue mich, auf die kommende Saison!

Bis bald, Caro

16. September 2013

Saison 2013/2014 1.0

Und wieder ging ein Sommer vorüber. Vieles ist geschehen, Entscheidungen sind gefallen, Wünsche konnten reifen und für mich ist so einiges klarer, als noch Ende April.

Nachdem ich meine LAP mit einer guten Durchschnittsnote bestanden habe, fiel mir ein Stein vom Herzen. Seit drei Jahren hatte ich auf diese eine Prüfung hingearbeitet und gegen den Schluss ziemlich Lampenfieber gekriegt. Der Sommer war gekommen und die Vorfreude aufs "Erwachsen-Sein" mit ihr. Aber auch Angst schwang mit, denn Erwachsen ist ein immenses Wort.

Der erste Schock ist überwunden und der Sommer mit ihm. Draussen ist es warme 15° Celsius, die Regentropfen streifen mein Fenster. Hinter mir liegen 3 richtig tolle Tage im normalerweise weissen, 5-Seelendorf Tschamutt und vor mir der Muskelkater, den so ein strenges Wochenende jeweils mit einem Tag Verspätung mit sich bringt.

Das Training war hart (auch wenn es auf den Bildern nicht den Anschein macht ;)). Es ist wahrlich einfacher den Skilift zu nehmen, als den Berg hochzujoggen. Aber ohne Schnee, kein Lift. Die Stationen Milez und Val Val in der "Skiarena Sedrun-Andermatt" sind glücklicherweise auch im Sommer schön, was den Berglauf schon viel einfacher machte. Dazu kommen meine lieben Teamgspändli des Iceripper Snowboardclubs und schon haben wir einen unterhaltsamen Nachmittag.

Das Wochenende in Tschamut war der Auftakt, die komplette Vorbereitung und die Rennen werden folgen. Ich bin gespannt auf das Ungewisse und freue mich, wieder dabei zu sein. Ausserdem freue ich mich, auch wieder meine Sponsoren mit an Board zu haben. Vielen Dank, ohne euch geht's einfach nicht!

Da jetzt wieder öfters Einträge folgen werden, sage ich bis bald und haltet die Ohren steif!

Caro

24. April 2013

Saisonende 2012/2013

Es ist April. Und zwar so richtig. Vorgestern schneite es, heute scheint die Sonne bei angenehmen 20 Grad vor sich hin. Den ersten Konditionstest für die neue Saison habe ich auch schon hinter mir, es scheint ruhiger geworden zu sein.

Ich habe eine Saison hinter mir, wie ich sie noch nie erlebte. Höhen und Tiefen sind vorprogrammiert. Doch mit solchen Schwankungen rechnete ich wirklich nicht. Man kann sagen, die ganze Saison hindurch war April. Auf Sonne folgte unmittelbar Regen, worauf wieder die Sonne kam und zwischendurch Hagel über mich hereinbrach. Ich muss gestehen, als ich mitten drin war, fand ichs nicht so toll. Ich vermisste die Konstanz. Doch wenn ich zurückblicke, habe ich unglaublich profitiert. Ich bin mental und sportlich gewachsen. Manche Barrieren schienen dieses Jahr unbezwingbar und ich ging trotzdem weiter. Andere wären ein Klacks gewesen, doch ich kriegte es nicht auf die Reihe. Solche Erfahrungen sind wertvoll und erachte ich als unabdingbar.

Ich glaube ein wenig den Frieden mit mir selbst gefunden zu haben. Was jetzt folgt sind LAP Vorbereitungen, Training UND .. der Sommer.

Danke für jegliche Unterstützung, euer Interesse, euren persönlichen Beitrag und euer Mitfiebern. Zu wissen, dass ihr hinter mir steht ist super.

Danke meinem Team für die lustige Zeit. Ich freue mich bald wieder die Welt mit euch zu entdecken. (Bild 2, Ausschnitt aus der Saison, Andorra, Caro hinten links)

Besonderen Dank an: Tissot, Dakine, TSG, Giro, Cleven Stiftung und Sedrun Bergbahnen. Ohne euch geht's nicht. Ihr verwirklicht mir jedes Mal aufs Neue einen Traum.

Und jetzt? Naja .. Der Aufbau hat in diesem Moment begonnen. Ich bin bereit!

Eure Caro





17. April 2013

Schweizermeisterin 2013

Es sind für mich die 5. Schweizermeisterschaften die ich miterlebe. Und jedes Jahr hatten sie einen Haken. Irgend etwas wollte nie so wie ich.

Seit mir mein Papi seinen Pokal gezeigt hat, den er vor Jahren im Motocross an den Schweizermeisterschaften errungen hatte, will ich auch ganz nach oben aufs Treppchen. Damals war es noch egal wie ich das anstellen würde. Und irgendwann war es klar, dass es im SBX sein sollte.

Am 06.04.2013 war es so weit. Endlich.

Ich war müde von der vergangenen Saison. Mir war bewusst, dass es das letzte Rennen in diesem Winter sein würde und wollte natürlich alles geben. Nach der zweitbesten Qualizeit des Tages war für mich klar, dass der Tag richtig toll werden würde. Das Zeitfahren war die ganze Saison über meine grösste Schwäche und an einem wichtigen Anlass wie diesem, haute alles hin. Genial.

In den Heats musste ich zwei, drei Mal zittern. Die Gegnerinnen waren stark und schenkten mir nichts. Endlich im Final angekommen, war ich am Ende. Meine Beine fühlten sich wie Brei an und ich hätte jeden Moment einschlafen können. Meine Trainer hielten mich bei Laune, und raunten mir "Chum, no einisch Gas gäh und Du hesches gschafft" ins Ohr. Und ja, ich gab Gas. Ich musste. Denn langsam fahren im Kurs ist gefährlich, dazu die Müdigkeit .. keine guten Komponenten. Doch wer schnell fährt, ist schneller im Ziel.

Den Heat startete ich souverän, direkt auf Platz eins (Bild 2, grüne Hose, vorne). Auf der Zielgerade machte ich einen kleinen Fehler, der mich vielleicht eine halbe Sekunde kostete. Dadurch rückte die Zweitplatzierte in meine Nähe und zwar so sehr, dass über die Ziellinie ein Fotofinish notwendig war um die Siegerin zu ernennen. Ich freue mich wahnsinnig über meinen Sieg. Das Ziel, das ich seit Jahren hatte, hat sich endlich erfüllt.

Mit der SM ging auch die Saison zu Ende. Ein toller Abschluss nach einer spannenden Saison und jetzt auch noch täglich die lachende Sonne.. Perfekt!

Liebi Grüess

Caro

 

11. April 2013

Europa Cup Lenk

Wieder in der Schweiz, begab ich mich am 20.03.2013 nach Lenk. Dort fand wie schon im Jahr zuvor der letzte Europa Cup statt. Der Kurs gefiel mir auf anhieb und machte sehr viel Spass.
Da es der letzte Event der Saison ist, tummeln sich meist neben den starken EC Fahrern noch einige Welt Cup Athleten im Startfeld rum. Noch die letzten Punkte sichern, zum einen für die kommende Saison, zum andern für Sochi 2014. Obwohl mir der Kurs viel Freude bereitete, merkte ich ziemlich schnell, dass es nicht reicht. Ich musste mehr angreifen, mehr Gas geben. Der erste Lauf war dann auch eher langsam, im zweiten Qualilauf gelang es mir dann wirklich und mit einer relativ grossen Verbesserung meiner Zeit zum ersten Lauf schaffte ich die Qualifikation. Doch es sollte wohl nicht sein. Was ganz genau geschehen war, weiss ich bis jetzt nicht, doch man machte mir meinen Startplatz streitig. Und selbst nach dem dritten Mal nachfragen konnte mir niemand sagen, was schief gelaufen war. Doch meinen Platz erhielt wohl eine andere. So musste ich auf die Finals des ersten Tages verzichten.
Am zweiten Wettkampftag war ich immer noch etwas sauer und durch den Wind. Trotzdem lief es etwas besser als am Vortag doch es war trotz allem nicht genug. Ich kam irgendwie nicht auf die Höhe, war nervös und machte mir zu viel Druck. Auch am zweiten Tag reichte es nicht für die Finals. Eher eine enttäuschende Bilanz für den Abschluss meiner zweiten Europa Cup Saison.
Am dritten Tag stand noch das Open Race vor der Türe. Wenigstens hier lief alles wie geplant. Abgesehen von der Müdigkeit, die einem nach 2 vergangenen Wettkampftagen im Nacken sitzt. Die ersten zwei Heats liefen wie geschmiert. Im Final angekommen war die Erschöpfung unverkennbar. Meine Beine fühlten sich am wie Matsch, die Knie hielten nicht mehr was sie versprachen und mein ganzer Körper sehnte sich nach einem Bett. Ich lag eine Zeit lang in Führung und musste ziemlich kämpfen (Bild, grüne Hose, vorne). Ein kleiner Fehler von meiner Seite hat schliesslich das Rennen entschieden. Ich landete auf dem dritten Platz und durfte dann auch noch aufs Träppchen. (PS: Habe gerade Schwierigkeiten mit den Bildern, folgen aber bald.)
Bis dann, Caro

 

18. März 2013

Europa Cup Andorra

Dieses Wochenende befanden wir uns im Kleinstaat Andorra. Andorra war so ziemlich die schrägste Erfahrung meines Snowboarder-Daseins. Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass Andorra so ist, wie es eben war. Sehr gepflegte Orte, das Rennen super organisiert, sehr freundliche Menschen, die Häuser picobelllo, das Hotel schlicht und schön und die Städtchen mega "härzig". Für alle, die Mal die Möglichkeit haben dort hin zu gehen, tut es! Andorra ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Da es so heftig schneite konnten wir am Trainingstag nicht auf den Berg. Alles war geschlossen und es windete stark. Wir bezweifelten, dass der erste Wettkampftag durchgeführt wird, täuschten uns aber gewaltig. Am Freitag Morgen schaute ich aus dem Fenster und mir schien die pralle Sonne entgegen. Auf dem Berg dann erblickten wir den Kurs - leider zugeschneit. Das heisst die Sprünge waren keine richtigen Sprünge mehr und die Steilwandkurven nicht mehr steil sondern nur noch Kurven. Der Kurs war dazu noch eher langsam und zwischendurch waren immer Mal wieder heftige Windböen zu spüren. Nach der Quali startete ich im ersten Heat und war blitzschnell aus dem Gate.. nur leider habe ich nicht richtig gewachst und mein Brett klebte förmlich auf dem Schnee. In der Hälfte der Strecke wurde ich überholt und flog an 3. Stelle raus. Endresultat: 11.

Am Samstag, Brett tip top gewachst, wollte ichs wissen. Der Vortag hat mich kampfllustig gemacht. So qualifizierte ich mich als 4. für die Finals. Irgendwie wollte es im ersten Heat wieder nicht so ganz klappen und nach der Hälfte des Kurses war ich wieder 3. Doch ich liess mich nicht abschütteln. Im Windschatten jagte ich Nummer 1 und 2 nach. Und tatsächlich, über den Zielkicker holte ich Nummer 2 noch und war in den Top 8. Für das grosse Finale reichte es dann leider nicht ganz, jedoch für das Kleine. Drei Schweizerinnen gegen eine berüchtigte Franzosin im Kampf um Platz 5-8. Warum auch immer, ab der Hälfte des Kurses war ich wieder nur 3. Was soll's dachte ich mir. Es hat schon einmal funktioniert heute, dann klappts auch ein zweites Mal. Und siehe da, zuerst im Windschatten an Nummer 1 und 2 (die anderen beiden Schweizerinnen) dran, über den Zielkicker holte ich beide ein und sicherte mir den 5. Platz. Wahnsinn, ich glaubte es kaum. Wir freuten uns über ein gelungenes Rennen und das BBQ das noch auf dem Programm stand.

Für mich ein tolles Wochenende in einem tollen Land. Es war einfach mega!

Liebe Gruess, Caro

10. März 2013

Welt Cup Debut

Vom 06.03. bis gestern befand ich mich in Arosa. Schön, Mal wieder in den Schweizer Bergen zu sein. Hier durfte ich meinen ersten Welt Cup bestreiten. Als wir in Arosa ankamen, ich war das erste Mal dort, parkierten wir vor einem 5* Hotel. Auf den ersten Blick eher unscheinbar, bestätigten sich die 5* nach nur einer Minute. Der Portier wollte unser Teambus ausladen und wegparkieren. Nette Geste, aber in der Hinsicht sind wir Snowboarder doch recht heikel: keiner fasst mein Material an.

Als das Auto parkiert, alles an seinem Platz war und wir eingecheckt hatten, bezog ich mit zwei Teamkolleginnen ein Zimmer, das vor Pracht und Liebe zum Detail strotzte. Es war wunderschön.

Neben dem ganzen Luxus hatten wir aber harte Arbeit vor uns. Wir mussten uns besser vorbereiten. Die Sprünge waren höher und jeder Fehler ein grösseres Ausmass. Dazu noch ein Wenig bei den Grossen abschauen und sich Tips einholen.

Ich bin nicht nach Arosa gereist um mich zu qualifizieren. Ich snowboarde lange genug um zu wissen, wann ein Ziel zu hoch gesteckt ist. Nach Arosa fuhr ich lediglich um Erfahrung zu sammeln, zu profitieren, zu snowboarden - um Spass zu haben. Im Weltcup starten nicht vier Gegner/innen miteinander, sondern sechs. Es qualifizieren sich also nicht wie im EC 16 sonder 24 Fahrerinnen für die Finals. So beendete ich die Qualifikation nach zwei strengen Tagen des Lernens als 33. in den hinteren Reihen.

Mit gemischten Gefühlen schaute ich dem Verlauf des Rennens noch zu. Einerseits war ich froh, dass der Stress vorüber war. Ganz schön anstrengend so ein Welt Cup, wenn man sich das Niveau nicht gewohnt ist. Mir wurde noch klarer, dass ich noch einen rechten Weg vor mir habe. Andererseits natürlich voller Tatendrang, ich wollte da mitfahren, rein ins Geschehen.

Es war eine tolle Erfahrung und eine richtig, richtig gute Zeit.

Nächsten Mittwoch reise ich nach Andorra. Ja, da solls Schnee geben. Ich freue mich riiiesig. Wer kann schon behaupten schon einmal in Andorra gewesen zu sein ;).

Ich wünsche eine schöne Zeit und geniesst den Frühling.

Caro

01. März 2013

Alles was war

Tausend Mal "Entschuldigung". Ich war viel zu lange nicht mehr online. Wo soll ich denn nun anfangen? Am Besten genau hier:

Peyragudes

Kleines Kaff im Süden Frankreichs. Die Pyrenäen warteten auf uns. Per Flieger via Genf nach Toulouse und dann weiter in die hinterste Ecke.. so kam es mir jedenfalls vor (Bild 1). Ausser den Franzosen und uns wagte sich keine Nation hierher. Fast keine. Vereinzelte Russen und Kasachstanen stolperten am Start umher und hielten nach dem einzigen Mitglied ihres Teams ausschau - dem Trainer. Spass bei Seite, es mangelte wirklich an der Nationenvielfalt. Ob wir zu wenig Rider hatten? Gar nicht, dafür haben die Franzosen gesorgt. Jeder mit dem richtigen Alter und einer Lizenz durfte starten. Und ihr dürft mir gerne glauben wenn ich sage, dass die Kleinen bei den lieben Nachbarn im Westen den Grossen in (fast) Nichts nachstehen. Der erste Tag verlief enttäuschend. Der Kurs war mit ca. 1.30min der längste, den ich je gefahren bin. Nach 3 Fahrten kommt es nicht mehr auf darauf an, wie es aussieht oder wie sauber man fährt. Hauptsache man bringt den Lauf runter!

Am zweiten Tag hatte ich die Startnummer eins und legte gleich Mal mit 1.26min fleissig vor. Das Überbieten gelang nur zwei Gegnerinnen und ich hatte mir sozusagen die Pole Position gesichert. Souverän konnte ich mich von einem Lauf in den anderen Fahren und erzielte im kleinen Final den fünften Platz. Hurrah!

Camp Selva 

Das kleine zuckersüsse Dörfchen, eingeklemmt zwischen Tschamutt und Sedrun, dient seit etwa drei Jahren als das einwöchige zu Hause im Trainingslager "Frühjahr". Hier trainieren wir, lachen, haben Spass. So auch dieses Jahr. An der Stelle gleich ein Dankeschön an die Verantwortlichen - es war mega mega toll!
Jeder Tag war ein Erfolgserlebnis und jeder Tag war Spass pur. Am Donnerstag bis 22:00 Uhr findet in Sedrun jeweils das "Nacht Snowboarden" statt. Empfehlenswert für absolut jeden, ein Highlight für alle Winterkinder.. Ich lasse einfach die Bilder zu ende sprechen (Bilder 2+3 (Sorry wegen der schlechten Qualität. Nachts ist das Ganze immer etwas schwierig).

Grasgehren

Wer mich kennt weiss: Ich liebe grosse Sprünge mit viel Airtime und Speed. Alles, wo andere den Schwanz einziehen ist wie für mich geschaffen. Dafür liegen mene Defizite auch bei den banalsten Dingen. Aber das ist eine andere Geschichte. Hier erzähle ich die Geschichte von Grasgehren und Mir. Sie begann vor etwa 3 Jahren und wird wohl nie ein Ende finden. Dieses Skigebiet (nur ca 2,5h von Zürich aus) ist so wunderschön gelegen. diese Landschaft, alles da oben: Herrlich!(Bild 4). Aber dieser Kurs! Ich hab so meine Schwierigkeiten. So verpasste ich am ersten Tag auch knapp die Qualifikation. Am zweiten Tag dann liess ich es mir nicht nehmen und stieg locker ins Rennen ein. Mit einem genialen ersten Heat erkämpfte ich mir einen Rang in der Top 8 (Bild 5). Als es dann im kleinen Final losging, scheiterte ich am ersten Element. Ich wollte zuviel, schlug eine Art Rad und vorallem mit dem Kopf auf. Herrje, der Kopf der Kämpferin sagt "aufstehen, los, gewinnen". Der Kopf der Athletin dagegen sagt "Sicht - verschwommen mit Sternchen. Kopf - Schmerzen. Weiterfahrt - keine tolle Idee". Also blieb ich liegen und hoffte bald wieder scharf zu sehen und mein Gleichgewicht unter Kontrolle zu bringen. An diesem Tag reichte es leider nur für den achten Platz.

Junioren Weltmeisterschaften / WC Arosa

Nachdem ich letztes Jahr teilnehmen durfte, wurde ich dieses Jahr zwar nicht für die JWM selektioniert, allerdings darf ich in Arosa mein Welt Cup Debut geben. Bestimmt auch ein tolles Erlebnis und "a lot of fun".

Abschluss

So! Das wars vorerst. Danke für den Besuch und hoffentlich bis bald. Vielleicht in Arosa? (Auf der Website von Arosa sind alle Infos zum Welt Cup zu finden)

Bis bald, Caro

16. Januar 2013

Puy St. Vincent

Zum dritten Mal startete für mich der Event in Puy St. Vincent. Wieder war es trotz Sonnenschein eisig, genau wie bereis letztes Jahr. Freitag war der erste Wettkampftag. Das FIS Rennen war mit einem starken Fahrerfeld belegt und somit gab es viele Punkte abzusahnen. Der Kurs (Bild 1: vorne sieht man klein noch einen Teil davon) war ziemlich einfach zu fahren, technisch nicht wirklich anspruchsvoll. Doch es gab Teile auf der Strecke, die einem das Leben zur Hölle machen konnte, wenn man zu wenig Speed aus einer vorherigen Kurve oder von einem vorangehenden Sprung mitnahm.

Ich startete zielsicher meinen Qualifikationslauf und brachte in sauber in Ziel. Zufrieden mit der Leistung wollte ich mich über meine Zeit erkundigen, als ich erfuhr, dass die Zeitmessung nicht funktioniert hatte. Hätte ich ein schlechtes Gefühl gehabt, wäre das super gewesen. Doch ich wollte nicht noch einmal fahren müssen, die Quali lief so gut. Doch ohne Zeit nützte mir das nichts, ich bekam also einen Re-Run. Zuversichtlich es noch einmal genau so zu machen wie vorher startete ich meinen Lauf, doch ich brachte ihn nicht runter. Auf dem letzten Kicker verkantete ich, drehte mich einmal im Kreis und fuhr weiter. Das kostete mich ca 2 Sekunden, keine Chance noch in die Heats zu kommen.

Der EuropaCup am Samstag lief da schon besser. Obwohl sechs Weltcup Fahrerinnen am Start waren schaffte ich es in die Heats. Mit einer schweizer Teamkollegin vor mir, einer Französin und einer Italienerin fuhren wir in Bank Nummer 3. Die Fahrerin an erster Stelle machte einen kleinen Fehler und kam nur knapp um einen Sturz herum. Sie blieb stehen, doch ihr Brett stand fast still. Ich musste so weit ausweichen, dass die Französin an mir vorbei sauste und mich später auch noch die Italienerin überholte. Relativ deprimiert über den Ausgang des Rennens packte ich meine sieben Sachen und kehrte ins Hotel zurück.

Am dritten und letzten Tag kamen nochmals 5 Weltcup Fahrerinnen dazu. Das Feld war mittlerweile sehr stark, doch auch heute schaffte ich es in die Heats. Am Start konnte ich mich sogleich durchsetzen und führte, als es in die erste Kurve ging mit etwa einer halben Brettlänge. Bloss die verflixte Kurve zwei wollte nicht wie ich. So stürzte ich und beendete den Kurs noch als dritte. Im grossen und ganzen aber war vorallem der Sonntag ein toller Tag. Das Gefühl auf dem Brett war richtig und ich hatte Spass. Und das ist mir immer noch am wichtigsten.

So beende ich vorerst den ersten Teil meiner Wettkampf Serie, nun folgt eine längere Pause. Ich werde weitertrainieren, an mir arbeiten, mich erholen.

Bis Bald, Caro

08. Januar 2013

Neues Jahr, neues Glück

Ob ihr's glaubt oder nicht, das war gerade sehr speziell. Ich schloss das Datum nicht mit "2012", sondern mit "2013" ab. Dass ich das noch erlebe, wo doch "2012" die Welt untergehen sollte.. Nein, Spass bei Seite.

Ich habe die News lange nicht mehr nachgeführt. Dementsprechend gibt es viel zu erzählen. Ich beginne beim Europa Cup in Cortina d'Ampezzo. Das kleine Dörfchen in den Dolomiten, das unserem St. Moritz wahnsinnig gleicht. Nicht direkt von der Landschaft, sondern eher von den vielen kosmetisch/chirurgisch bearbeiteten "jungen" Damen, die sich mit ihren Absätzen durch den Schnee kämpfen. Hier, wo sogar die Hunde Fuchspelz tragen, startete meine Saison. (Erstes Bild)

Ich war in den vorangehenden Tage etwas krank, fühlte  mich schwach, doch bis zum Wettkampf sollte ich wieder einsatzbereit sein. Der Kurs gefiel mir auf anhieb. Viel Speed, wenig Überholchancen; ein Kurs zum kämpfen. (Bild 2) Und hier kommen wir zu Problem Nummer eins. Es gibt drei Arten von Snowboardcrossern (mit Vorbehalt, dass sich das auch ändern kann..). 1) Zeitfahrer, die nach der Qualifikation in den Top 8 landen, sich aber in den Heats nicht durchsetzen können. 2) Heatfahrer, jene, die kämpfen können, sich aber in den Zeitläufen schwierig anstellen und so immer etwas zittern müssen, in die Heats zu kommen. Und 3) Alleskönner. Top 5 in den Qualis und meistens Top 8 im Endergebnis. Ich bin, das wird wohl jeder bestätigen, ganz klar eine 2. Habe ich keinen den ich jagen kann, respektiv der mich jagt, bin ich etwas langsam. Ich versteife mich auf die perfekte Linie, anstatt das Brett einfach hinzulegen und fahren zu lassen. Zurück zu Problem Nummer eins. Nun ist es ein Kurs in dem man sich durchsetzen muss, aber werde ich es überhaupt in die Heats schaffen?

Es kam die grosse Überraschung: nach dem ersten Quali-Lauf war ich 8. Für meine Verhältnisse ein hervorragendes Ergebnis. Zwar rutschte ich im zweiten Lauf auf Platz 15, was aber völlig egal war, denn ich hatte mir selber mit dem ersten Lauf bewiesen, dass es geht. Leider stürzte ich in den Heats bei einem Überholmanöver und musste mich für den ersten Tag geschlagen geben. Am zweiten Tag fiel die Erkältung wieder etwas über mich herein und ich verpasste die Quali nur knapp. Trotz allem, war Cortina ein Erfolg. Die Quali, stellte Alles in den Schatten und nahm eine grosse Last von meinen Schlutern. Ich wusste, dass ich es kann.

Nach Cortina standen die Festtage an. Doch ab dem 26. stand ich mit der Region wieder auf dem Brett, trainierte in Sedrun, bei miserablen Bedingungen und starkem Wind (Bild 3) für das FIS Rennen, das vom 04.01.-06.01.13 stattfinden sollte. Doch es war Spass pur. Wie jedes Jahr im Christmas Camp.

Als dann der Wettkampf vor der Tür stand, war ich sehr aufgeregt. Sedrun ist mein Kurs, meine Piste, mein Winterwunderland und meine Heimat. Hier fühle ich mich wohl. Ausserdem hatte ich zwei Titel zu verteidigen. Den ersten und dritten Platz vom letzten Jahr. Der Trainingstag verlief ohne Probleme, der Kurs war der Wahnsinn. Schnell, technisch anspruchsvoll und Spass pur. Viele konnten sich überhaupt nicht mit ihm anfreunden, doch ich blühte wortwörtlich auf. Am morgen vom 05.01.13, dem ersten Wettkampftag, funktionierte allerdings so einiges nicht. Wir verpassten fast die Kurs-Besichtigung, kamen dadurch zu spät zum Training, der Wind unterbrach den Zeitplan immer wieder und ich konnte nicht einen Trainingslauf machen. Dementsprechend beunruhigt machte ich mich auf den Weg zum Startareal um die Qualifikation in Angriff zu nehmen. Mir blieb nichts anderes, als mich damit zu trösten, dass mir Sedrun, bei aller Liebe die ich jedes Jahr in den Schnee hier stecke, bestimmt keins reinwischen würde. UND, dass ich es mir selbst in Cortina bewiesen hatte: Ich kann’s.

Zwischen hier und der Einfahrt ins Ziel ist alles schwarz. Ich kann mich nicht mehr an meine Fahrt erinnern. Ich weiss nur noch, dass ich lächeln musste, als ich den Start verliess. Und unten angekommen, schaue ich zurück auf meine Zeit. Ich war 2. Ich hatte gerade den 2. Besten Lauf gefahren. Im Ernst? Ich holte mich wieder auf den Boden zurück, riss mich zusammen und machte mich auf den Weg zu meinem Trainer. Es stimmte wirklich. Kein Fehler der Zeitmessung, nicht falsch gelesen, keine Veränderung, ich war 2. Wahnsinn.

Jetzt kommen die Heats, endlich kann ich kämpfen, Gas geben, mich austoben, frech sein, mutig sein, alles rauslassen. Doch ich wollte zuviel. In der letzten Kurve stürzte ich vor meinen Gegnerinnen und schaffte es nicht mehr vor ihnen ins Ziel. Mich überkam jedoch weder Ärger, noch Trauer, noch Verbitterung. Nur pures Verständnis für das, was gerade geschehen war, in dem Wissen, dass das hier Snowboardcross ist. Man kann nicht alles beeinflussen, Glück spielt genau so eine Rolle wie alles Andere. Und trotz des Sturzes, habe ich präsenz markiert. Ich bin hier. Ich bin bereit!

26. November 2012

Saas Fee die Vierte

Wir haben Ende November und mit dem elften Monat geht auch die Zeit in Saas Fee zu Ende. Wie jedes Jahr beende ich die Zeit im Oberwallis mit gemischten Gefühlen. Es ist immer ein extremer Aufwand und eine lange Reise in Saas Fee zu trainieren. Und es ist wahnsinnig zeitaufwändig. Andererseits gefällt mir Saas Fee, das Autofreie Dörfchen am Ende der Welt. So scheint es zumindest, denn da oben krieg ich selten was mit.

Ich profitierte auch vergangene Woche vom Startgate auf dem Rasen - wir hatten auch dieses Jahr wieder eine Startanlage im Garten, an der wir ausschliesslich Starts trainieren. Dies ist sehr wichtig, wir behaupten, dass der Start 80% vom Rennen ausmacht - und konnte das gelernte optimal auf dem Schnee umsetzen. Das zeigte sich vorallem in den Heats gegen meine Teamkolleginnen.

Man merkte, dass auch für andere Teams Saas Fee langsam uniteressant wird, jetzt wo weitere Bergbahnen ihre Tore öffnen. Und so hatte es unter der Woche nur wenige Ski- und Snowboardkader auf den Pisten. Gegen das Wochenende tauchten dann die Familien und Touristen auf, die uns die Effizienz beim Training ein wenig nahmen .. Man steht 3x so lange an, um auf den Lift zu kommen.

Für mich ist die Zeit in Saas Fee sehr wichtig und gehört einfach zur Saison. Es war die letzte Woche auf dem Kurs und gleichzeitig die letzte Trainingswoche vor dem Europa Cup in Cortina d'Ampezzo - sofern dieser stattfinden wird. Die Schneebedingungen sind alarmierend schlecht.

Highlight: am letzten Tag machten wir uns in den frühen Morgenstunden auf den Weg zum Gletscher. Es war ein unglaublich schöner Anblick (Bild: selbsterklärend)

Über alles Weitere informiere ich euch natürlich wieder.

Bis bald, Caro

14. November 2012

Back to the roots

In der Zeit vom 05.11.2012 bis zum 09.11.2012 trainierte ich mit dem Challenger Team in Saas Fee. Bei echt tollen Bedingungen (ausser am ersten Tag, war es etwas ungünstig bewölkt und neblig) durfte ich die ersten Tage im Kurs verbringen. Wie schön es doch war, mich wieder an die Geschwindigkeit zu gewöhnen, mit drei Gegnerinnen den Kurs zu bestreiten und um den ersten Platz zu fighten. Seit meiner Handgelenk-OP im letzten März fuhr ich keinen Cross mehr. Daher auch der Titel "Back to the roots". Einerseits musste ich mich wieder daran gewöhnen, wie schnell es auf der Strecke doch ist und wie schwierig, an 100 verschiedene Dinge gleichzeitig zu denken. Und andererseits, weil ich schon eine Weile nicht mehr in Saas Fee auf einem Kurs war, hier aber einen grossen Teil meiner Anfänge gemacht habe.

Vom Trainingslager konnten wir alle optimal profitieren und hatten eine lustige Zeit miteinander. Beim trainieren leistete uns das Französische Team durchgehend Gesellschaft und fuhr den einen oder anderen Heat mit uns.

Bald geht es los in Cortina d'Ampezzo. Nun sind es noch 7 Tage auf dem Schnee bis dahin. Ich denke, dass wir uns so gut wie möglich auf den Wettkampf vorbeiten können und freue mich auf eine spannende Wettkampf Saison.

Vielleicht willst du auch Mal das Feeling an der Strecke miterleben? Dann schau vorbei! (Infos unter der Rubrik "Rennkalender")

Liebe Gruess, Caro

 

22. Oktober 2012

Trainingslager Kaunertal

Vergangene Woche hatte ich kurzfristig die Möglichkeit an dem jährlichen Trainingslager der Iceripper Elite (Regional Kader) teilzunehmen. Ausnahmsweise fand dieses nicht in Saas Fee statt, wie es die letzten Jahre war, sondern im Kaunertal (Bild 1). Meine anfänglichen Zweifel bezüglich den österreichischen Bergen verflogen sehr rasch. Das Kaunertal steht Sass Fee in gar nichts nach und bot uns eine ganze Woche Schnee, Sonnenschein und leere Pisten. Unter der Leitung von Trainer Darko Linder bestritten wir einen genialen ersten, wenn auch eher kalten Tag im Schnee, trainierten Basics und Fahrtechniken auf eine ganz neue Art und Weise. Zum ersten Mal mussten wir jeden Bewegungsablauf auseinander nehmen, bis wir wirklich alles intus hatten. Schliesslich neu zusammensetzen und erst jetzt waren wir bei der eigentlichen Übung. Es hat wahnsinnig viel Spass gemacht und war gleichzeitig sehr anstrengend. Das Team war topmotiviert (an dieser Stelle ein fettes Dankeschön! Ihr habt so gerockt - Bild 2). Wir konnten dank den genialen Verhältnissen sehr effizient trainieren und riesige Frotschritte machen. Es reichte sogar für einen "Jibb-Tag" (Jibben bedeuted: Jede Welle, jeden Hügel und jeder Eisklotz zu nutzen, um Tricks, Spins, Slides zu üben). Am Freitag Nachmittag verliessen wir sehnsüchtig das wunderschöne Kaunertal und liessen eine geniale Woche hinter uns. Ab in die Schweiz, Beine hochlagern und ganz viel schlafen war die Devise. Hier bin ich also wieder und gehe den alltäglichen Verpflichtungen nach.

An dieser Stelle möchte ich auch gleich noch ein wenig Werbung für den Iceripper Flohmarkt am kommenden Sonntag, 28.10.12, machen. Jedes Jahr kommen hier die Snowboarder und Skifahrer der ganzen Schweiz zusammen um alten Kram loszuwerden, Neues zu entdecken, oder das Schnäppchen des Jahres zu machen. Neben Wintersportlern sind auch Surfer, Wakeboarder und Skater an den ständen vertreten. Egal ob Protektoren, Bekleidung, Bretter oder Bindungen, hier lässt sich wirklich alles finden.

Ich freue mich, euch dort zu treffen (zur Info: Ich arbeite an der Essensausgabe im unteren Stock) und wünsche eine angenehme Woche.

Bis dann, Caro

12. September 2012

Achtung, fertig - Aufbausaison

Wie uuuuunglaublich schnell doch die Zeit vergeht. eben war noch April, dann Juni, Sommerferien und Zeit um nach Luft zu japsen. Und schon klopft der in Saas Fee herrschende "Pseudo Winter" an die Türe. Was für ein komisches Gefühl. (Bild 1: Saas Fee Dezember 2010)

Nachdem ich mich von meiner nun dritten Handgelenk-OP erholt hatte, startete ich, mit einem Verzug auf meine Teammitglieder von fast 3 Monaten, mein Training. Ich gebe zu, das dritte Jahr in Folge von Null zu beginnen, kratzt erstens am Ego, weil die Konkurrenz schon wieder weiter ist, zweitens am Selbstbewusstsein ("Mache ich etwas falsch?") und drittens an der Motivation. Doch ich bin an die Hochs und Tiefs gewohnt. Ich lasse mich nicht einfach von meinem Weg abbrigen. Dafür muss schon der Himmel einbrechen.

An der Seite eines komplett neuen Teams und zwei neuen Trainer reise ich von nun an wieder jedes Wochenende ins wunderschöne Saas Fee und darf spannende Trainingstage erleben. Da wiederum Alles neu ist freue ich mich natürlich erst Mal auf die "Überraschungen" und Wendung im Vergleich zur letzten Saison. Weiter auf den weissen, reinen Schnee, auf meine Snowboards, die in bestem Zustand für das perfekte Fahrgefühl sorgen werden, und den kalten Wind, der bald wieder über mein Gesicht streift und das Bandana unabdingbar macht (Bild 2).. ENDLICH.

Vielen Dank an meine Sponsoren die auch dieses Jahr wieder an meiner Seite sein werden. Ich werde euch mit grösstem Stolz vertreten.

Auf ein Neues.

Eure Caro

04. April 2012

Schweizermeisterschaften

Die SM bedeutete mir schon immer viel. Es ist ein Kindheitstraum, einmal bei diesem Event ganz oben zu stehen. Damals konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass ich eines Tages ein weit höheres Niveau fahren werde, als die SM. Das Niveau ist zwar höher, aber der Traum ist geblieben. Nachdem ich die letzen zwei Mal mein gebrochenes Handgelenk Gassi führte, während andere um den Titel kämpften, habe ich es dieses Jahr auch auf den Corvatsch geschafft.

Der Schnee war ok, das Wetter etwas windig und die Sonne kam wenn sie Lust hatte alle fünf Minuten vorbei. Insofern gar keine schlechten Voraussetzungen. Die Pistenbauer liessen ihrer Fantasie mal wieder freien Lauf und bescherten uns einen etwas ungewöhnlichen, jedoch top präparierten Kurs. Das Rennen konnte starten, ich war zu allem bereit. Nach etlichen Fights in den Vorrunden hatte ich im Halbfinal mit einer Gegnerin zu kämpfen. Um eine halbe Brettlänge verpasste ich den Einzug in den Final. Beim letzten Heat im Kampf um Platz Nummer 5-8 fand ich mich in einer ziemlich ähnlichen Situation wie im Halbfinal wieder. Die Italienerin und ich fuhren praktisch gleichzeitig ins Ziel und bis am späteren Abend konnte mir keiner sagen, ob ich nun 5. oder 6. geworden bin. Im Endeffekt, spielte es gar keine Rolle mehr. Hauptsache war, endlich mal mitgewirkt zu haben und einen tollen und auch anstrengenden Tag hinter mich gebracht zu haben. Es war der Hammer und somit störte es mich auch wenig, dass ich den 5. Rang um Haaresbreite verpasste.

In dieser Saison werden keine Rennen mehr folgen. Sie ist nun offiziell vorbei. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaue ich zurück. Nun sind jetzt an erster Stelle Ferien angesagt.

In dem Sinne, lassts euch gut gehen

Caro

25. März 2012

Qualifikation und Wettkampf

Was für ein Wochenende. Aber ich will ganz von vorne anfangen.

Am Quali-Tag, 24. März, stürzte Mario, mein langjähriger Teamrider, etwas unsanft im ersten Trainingslauf und musste sofort in den Spital gebracht werden. Er gab uns relativ schnell Entwarnung, dass es wohl nicht so schlimm sei und liess uns aufatmen. Doch am späteren Abend wurde uns berichtet, dass er sich einen Rücken-Wirbel gebrochen hat. Mario, ich wünsche dir ganz gute Besserung und komm ja schnell wieder auf die Beine.

Ich liess mir mal wieder etwas wenig Platz und Reserve in der Qualifikation. 16 kamen weiter. Ich platzierte mich auf dem 16. Rang und war somit nur knapp mit in den Finals. Doch das sah mir mal wieder ähnlich. Aus Erfahrung weiss ich, dass meine Heats um einiges besser von statten gehen wie meine Quali-Läufe. Somit konnte ich doch mit einer ziemlich positiven Einstellung an die Eröffnungsfeier und danach ins Bett.

Heute, 25. März, war dann der lang ersehnte Tag. Ich muss doch zwischendurch kurz bemerken, so eine Atmosphäre ist der Wahnsinn. Das ganze Feeling heute auf dem Berg war trotz des Regens (nicht Schnee, REGEN) eine unglaubliche Erfahrung. Im Training stürzte dann auch noch Jérôme, der ebenfalls sofort ins Spital eingeliefert wurde. Glücklicherweise, wenn man das so sagen darf, war es "nur" eine Hirnerschütterung. Auch dir Jérôme (Bild), ganz gute Besserung und Kopf hoch.

Als ich am Start stand, war das Gefühl wie immer. Ich fühlte mich ruhig, und hibbelig zugleich, also wie immer :). Dann kam das Startkommando. Schon die ganze Saison glänzte ich mit meinen "Blitz-Starts", so auch heute. Ich war sofort als erste auf dem Kurs und pushte was das Zeug hielt. Doch ich konnte es nicht halten. In der ersten Bank waren zwei Amerikanerinnen an mir vorbei gezogen. Nun galt es, sich an die beiden anzuhängen. Doch ich kollidierte mit der Französin Pauline. Wir stürzten beide, sie direkt auf mich, stand auf und fuhr weiter. Ich dagegen blieb noch eine Weile liegen, fühlte mich dann aber gut genug weiter zu fahren und erreichte das Ziel, natürlich, als Letzte. Endresultat: 16.

Im kleinen Final stürzte dann auch noch Teamriderin Debby und brach sich den Wadenknochen. Debby, auch dir ganz gute Besserung (Bild). Man glaubts kaum, doch von 4 Schweizern erreichten nur eine das Ziel heil.. Ich.

Ich sehe dem ganzen mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich fühle mich gut, bin froh gesund zu sein und freue mich, dass ich soviel tolles erleben durfte. Andererseits bin ich mit meinen Gedanken bei meinen Teamridern. Ich bedanke mich herzlich für die Zeit, die wir hatten. Wenn teilweise auch nur beschränkt. Es war grandios mit euch in Spanien gewesen zu sein und ich hoffe, dass auch ihr in irgendeiner Weise profitieren konntet.

Für mich gehts nächstes Wochenende noch an die Schweizer Meisterschaften, auf die ich mich wahnsinnig freue. Nun noch einmal richtig Gas geben, das wird ein riesen Spass.

Herzlichen Dank auch Dir, lieber Leser. Ich freue mich über jede Benachrichtigung und jeden Besucher meiner Seite.

Ganz liebe Grüsse aus dem warmen Spanien

Caro


23. März 2012

Training Sierra Nevada

Das Training fand bei Sonnenschein und etwas nasser Piste statt. Jedoch auch mit unglaublich vielen Steinen. Wer über "wenig" Schnee in der Schweiz motzt sollte sich auf keinen Fall in Richtung Sierra Nevada begeben. Ausser den Pisten gibts hier KEINEN Schnee. Das Auslaufen fühlte sich an wie einen Gang zum Strand.

Der Kurs ist der absolute Hammer. Er ist wunderschön geshaped und wurde zuvor nochnie gefahren. Was in diesem Fall aber eher ein Nachteil war. Der Kurs reichte für die Frauen fast nirgends. Wir hatten so unsere Schwierigkeiten mit den Sprüngen und "Step Downs". Doch es wird alles etwas kleiner gemacht. Zuviele Verletzungen und Start Stops. Trotzdem, ich hatte zwar zu kämpfen, bin aber insgesamt zufrieden. Morgen wirds genial werden, davon will ich zumindest ausgehen.

Nun gibts noch Physio :) (sprich: Massage), danach Mental Training und dann irgendwann Mal Nachtessen. So sind Sie halt diie Spanier. Alles findet später statt.

Ich wünsche eine tolle Zeit, bis Morgen.

Caro

22. März 2012

Ankunft Sierra Nevada

Heute Morgen in der Früh, als mein Wecker eine Stunde eher klingelte als gedacht, 03:15 Uhr anstatt 04:15 Uhr, war mir noch nicht klar, was genau auf mich zukommen würde.

Ich bin mir die Grösse eines solchen Events vom EYOWF her gewohnt und trotzdem ist das ganze Feeling, die Stimmung und die Freude so neu und angenehm. Nachdem wir typisch spät zu Abend assen, die Infos erhielten und noch etwas Zeit miteinander verbrachten, schlich eine grobe Müdigkeit unter uns. Und ausser mir, hat sich mittlerweile jeder den Weg ins ruhige Zimmer gebahnt. Ich kämpfe noch mit der Internetverbindung und entschuldige mich für den etwas anderen Bericht (auf die Formatierung bezogen). Mit dem iPhone schaffe ich nicht das sele Layout beizubehalten und der PC, mit dem ich seit gefühlten 2 Stunden ringe, streikt mal wieder.

Weitere Infos gibts morgen, der Kurs soll anscheinend echt toll sein. Ich bin gespannt und freue mich wie ein kleines Kind über "e schiibe Fleisch" beim Metzger.

Alles liebe, Caro


18. März 2012

Europa Cup Gesamtwertung

Ich schiebe gleich noch eine Mitteilung nach. Die Gesamtrangliste des FIS EuropaCup ist nun offiziell veröffentlicht und meine Klassifizierung der Saison 11/12 nun besiegelt. Ich habe mir einen Platz in den Top10 Europas gesichert und mit dem Zehnten Platz meine Ziele für die laufende Saison übertroffen.

(Bild: Race in Sedrun Saison 11/12, Caro vorne in grüner Hose)

Nun ist aber endgültig Schluss für heute, ich wünsche einen ruhigen, erholsamen Sonntag.

Caro

 
 

18. März 2012

Lenk, EuropaCup Finale

Dieses Wochenende fand in der Lenk das letzte EuropaCup Rennen der Saison 11/12 statt. Also das Finale und somit ein besonders wichtiges Rennen. An diesem Wettkampf versucht jeder nochmals alles zu geben, um in der FIS Rangliste so weit oben wie möglich zu stehen.

Wir alle haben Rituale am Morgen vor einem Rennen. Einige stehen eine Stunde früher als alle andern auf um sich um das Snowboard zu kümmern, andere gehen 10 Minuten joggen um wach zu werden und wieder andere erscheinen so spät wie nur möglich zum Frühstück um ja genug geschlafen zu haben. Eines meiner Rituale ist nachzuschauen, wie die Temparaturen an diesem Tag sein werden. So kann ich auch im ungefähren abschätzen welche Jacke ich mitnehme oder ob ich die Sonnenbrille brauche oder nicht. Somit war mir klar, dass es warm werden würde. Doch von einer derartigen Hitze war keine Rede. Ich freute mich über den Sonnenschein und die Wärme, doch ist es auch immer ein Nachteil im Bezug auf den Schnee. Man ist langsamer, die Möglichkeit als Frau bei den Sprüngen nicht in die Landung zu kommen hoch und somit steigt das Risiko zu stürzen.

Doch so hibbelig und bereits wie dieses Wochenende war ich lange nicht mehr und der Schnee interessierte mich nur begrenzt. Ich wollte fahren, einfach nur Gas geben und geniessen. Und genau das tat ich.

Im ersten Heat des ersten Tages konnte ich mich souverän vom vierten auf den zweiten Platz befördern und kam somit eine Runde weiter. Im zweiten Heat kollidierte ich mit einer Gegnerin und war damit draussen. Endplatzierung: 8. Rang

Am zweiten Tag war leider bereits im ersten Heat Schluss. Ich hatte die selben Gegnerinnen wie am Tag zuvor im ersten Heat und wusste somit, dass ich es erneut schaffen kann. Doch an zweiter Stelle in der Mitte des Kurses machte ich einen Fehler und stürzte etwas ungeschickt. Ein einfacher Flüchtigkeisfehler.

Doch das Wochenende hat sich allemal gelohnt. Ich fühle mich noch immer topfit und bedanke mich bei den Audi Snow Series und FIS für die grandiose Saison. An dieser Stelle möchte ich der Gesamtsiegerin Lorelei Schmitt (FRA) herzlich gratulieren. Sie und Michaela Moioli (ITA) lieferten sich die ganze Saison hindurch ein spannendes Kopf an Kopf Rennen um die Trophäe des EuropaCup Gesamtsiegers. Danke auch für die vielen Läufe die wir gemeinsam bestritten. Es war mir immer wieder eine Freude von euch zu profitieren. Bei den Männern gewann Lucas Eguibar (SPA) den Cup haushoch und überlegen.

Aber keine Sorge, ganz zu Ende ist es ja noch nicht. Nächsten Donnerstag geht mein Flug Richtung Sierra Nevada, Spanien. Dort werde ich wie angekündigt für die Schweiz an den Junioren Wetmeisterschaften teilnehmen und mein bestes geben.

Kurz danach, am Wochenende vom 30.03.-01.04.2012, sind noch die Schweizer Meisterschaften auf dem Corvatsch. Auch hier gilt, wer Interesse hat vorbei zu schauen darf sich sofort melden, ich gebe gerne Auskunft.

Caro

13. März 2012

Goodnews JWM

Juhui! Der Sonnenaufgang liess gar nicht lange auf sich warten (siehe vorheriger Bericht)!

Er heisst Junioren Weltmeisterschaften, kurz JWM (dieses Jahr vom 20. März bis zum 01. April). In Form einer E-Mail flatterte die gute Nachricht in meinen Posteingang und liess mich Luftsprünge machen. Denn, ich wurde für den riesen Event in der Sierra Nevada (Spanien) selektioniert und darf gemeinsam mit Mario Suter, Jerome Lymann und Debby Pleisch teil davon sein. Die Vorbereitungen dafür laufen ja schon die ganze Saison auf Hochtouren (siehe Bild, Besprechung mit dem Trainer), doch das definitive "Ja", erhält man immer erst unmittelbar davor. Für Events wie die WM oder die Olympiade sind schliesslich nur wenige Kontingente vorhanden.

Ich freue mich auf eine geniale Erfahrung à la EYOWF und bin gespannt auf die kommende Zeit.

Doch wir wollen nicht mit der Tür ins Haus fallen. Alles schön der Reihe nach, zuerst kommt jetzt der Europa Cup in der Lenk. Interessierte sind herzlich eingeladen vorbei zu schauen, ich gebe gerne weitere Auskünfte.

Herzlichst, Caro

 


12. März 2012

Saalbach & Grasgehren

Ach Herrje, wie die Zeit vergeht. Nun liegen bereits wieder zwei Rennen hinter mir und ich habe noch keine Neuigkeiten geschrieben. Dafür entschuldige ich mich 1'000 Mal. Kommen wir gleich zum österreichischen Saalbach:

Die Verhältnisse waren eher schlecht als recht. Das Wetter spielte zwar die ganze Zeit voll mit und schenkte uns viel Sonnenschein, bescherte jedoch auch eine Art Schlachtfeld. Der Schnee schmolz zusehends und war schwer und nass. Keine leichte Ausgangslage, denn jetzt war "weich" fahren angesagt. Ich konnte mich leider nicht komplett an die Bedingungen gewöhnen und erlaubte mir einen Fehler, der einen Sturz auf den Kopf zur Folge hatte. Dies geschah im ersten Lauf des ersten Wettkampftages. Etwas verwirrt und betrübt verliess ich den Kurs und musste auf die Teilnahme am Rennen vom Sonntag verzichten. Somit bleibt hier die Platzierung aus.

Nun zum letzten Wochenende in Grasgehren, Deutschland:

Ich gestehe, mit einer solch wunderschönen Bergwelt wie der von Grasgehren hätte ich nicht gerechnet. Der Morgennebel verleihte dem Gebiet das mysteriöse Etwas, welches ich überall, aber nicht im deutschen Nachbarland erwartet hätte. Der Nebel legte sich rasch und ermöglichte die Sicht auf einen tadellosen Kurs, der mit grossen Elementen und vielen Sprüngen auf sich aufmerksam machte. Auch hier war der Schnee etwas matschig und somit nicht ganz optimal. So verpasste ich nach je einem Sturz pro Qualifikationslauf den Einzug in die Heats nur knapp um einen Platz als 17. Etwas so ärgerliches hatte ich tatsächlich lange nicht mehr erlebt, andererseit kann ich es auch mit einem Funken Humor sehen. Nach zwei Stürzen nicht direkt den letzten Platz zu belegen, sondern den Einzug nur knapp zu verpassen, behalte ich als kleinen Scherz des Schicksals in Erinnerung.

Am zweiten Tag war meine Qualifikationszeit wiederum nicht die Beste und somit war mir starke Konkurrenz vom Beginn weg gesichert, was natürlich viel umständlicher und schwieriger ist. Doch wer nicht schnell sein will, muss fühlen, oder sich geschlagen geben. Nach dem ersten Heat wars für mich zu Ende.

Im Grossen und Ganzen waren die letzen beiden Wettkämpfe etwas ernüchternd, nach einem Top-Resultat wie Sedrun (siehe Bericht unten). Doch im Endeffekt gehört das Verlieren genau so zum Sport wie das Gewinnen. Darum trainiere ich fleissig weiter und bereite mich auf den nächsten Sonnenaufgang vor.

Caro




22.02.2012

Sedrun reloaded - First Place

Auf ein Neues versammelten wir uns in Sedrun, wo das zweite FIS Race stattfinden sollte. Im Heimatland zu fahren spart einem viel Reisezeit und Aufwand. Unter diesen Umständen erschien ich auch viel gelassener auf dem Berg. Nach anfänglich kleineren Schwierigkeiten mit der Linienwahl im Kurs, konnte ich mich in der Quali mit dem 7. Zwischenrang durchsetzen.

Den ersten Heat beendete ich an zweiter Stelle, was die Top 8 bedeutet. Der nächste Heat sollte über den Einzug ins Finale entscheiden. Ich war mir dessen bewusst und hatte kleinere Schwierigkeiten, ruhig zu bleiben. Es war schon so lange her, dass ich im Final stand. In Norwegen reichte es knapp nicht. Als Sportler hat man ständig das Gefühl, dass man es besser machen kann. So war es dann auch am Samstag. Nachdem ich es ins Finale geschafft hatte, war da nur noch die Freude darüber, endlich wieder zu den Top 4 zu gehören. Auf einmal erschien mir alles so leicht und der Stress, der Druck war wie weggeblasen. Jetzt hiess es, das Feld von Hinten aufzuräumen. Und ich fühlte mich tatsächlich an den EYOWF zurück erinnert. Es war der Wahnsinn! Es lief alles so schnell und ehe ich mich versah, durfte ich mich endlich wieder als Siegerin des Wettkampfes bezeichnen.

Am Sonntag verlief alles etwas schneller. Zu meiner Freude erreichte ich in der Qualizeit den 5. Zwischenrang und verbesserte mich zum Vortag sogar um zwei Plätze. Die Heats verliefen sturzfrei und interessant. Da das Wetter ein wenig zickte gab es zwischendurch kleinere Unterbrüche, ansonsten verlief alles reibungslos. Auch an diesem Tag ging es schneller als erwartet in die Top 4 und somit hatte ich das zweite Mal an einem Wochenende die Möglichkeit aufs Podest zu fahren. Gesagt, getan, erreichte ich den dritten Platz.

Es war ein sehr erfolgreiches Wochenende und für mich auch sehr wertvoll. Auch wenn es nur ein FIS Race war, kannte ich alle Gegnerinnen von den Europa Cups und hatte somit die selben Bedingungen wie immer. Es war sehr wichtig für mich, wieder mal an die Spitze zu fahren. Nun, wo ich die Luft da oben geschnuppert habe, möchte ich natürlich mehr davon. Wie immer gebe ich mein Bestes und bemühe mich, die Resultate so früh als möglich zu wiederholen. Doch jetzt habe ich erstmal ein Wochenende Rennpause.

Vielen Dank an alle die nach Sedrun angereist sind. Ihr seid das beste Publikum überhaupt.

Auf ein Neues, Caro



08. Februar 2012

Kongsberg

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Und wenn es dann so weit ist, ist dabei sein alles. Auf Norwegen traf beides zu. Und im Nachhinein bleibt die Sehnsucht nach einem Land, deren Menschen und Kultur.

Nachdem ich am Donnerstag beinahe meinen Flug verpasst hatte, erreichten wir am Abend das -23° kalte Norwegen. Nach der Besichtigung des Kurses musste ich zweimal stark schlucken. Ich hatte schon viele Geistergeschichten über ihn gehört. Dass er riesige Elemente hat und sehr anspruchsvoll ist. Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass an den Geistergeschichten so wahnsinnig viel dran ist. Der Schlusskicker überragte mich locker um meine doppelte Körpergrösse. Auf einem Kurs wie diesem gilt: von Anfang an volle Kraft voraus, sonst machts der Rettungsdienst.

Vom anfänglich schönen, jedoch eisigen Wetter war am Samstag leider nicht mehr viel übrig. Die Kälte blieb, die Sonne schwand. So erschien einem der ganze Renntag sehr lang und anstregend. Im kleinen Final stürzte ich etwas unglücklich und landete auf dem achten Platz.

Der Sonntag verlief ziemlich ähnlich. Der Sturz blieb mir am Sonntag glücklicherweise erspart, dafür hatte ich infolge Windes mit meinem Gleichgewicht zu kämpfen. Trotz der enormen Müdigkeit konnte ich am zweiten Renntag einen Platz gutmachen und erreichte den siebten Platz.

Das Leben als Sportlerin bringt viele schöne Dinge. Unter anderem auch die Reiserein. Fest steht: Norwegen ich komme wieder!Für mich war das Wochenende reich an Erfahrungen, Eindrücken und Emotionen. Ein Erfolg auf ganzer Linie.

Übrigens: Am 18./19. Februar findet wieder ein FIS Race in Sedrun statt. Würde mich freuen den einen oder anderen dort anzutreffen.

Caro




30. Januar 2012

Cervinia

Einmal mehr reisten wir ins Ausland um einen doppel Europa Cup zu bestreiten, den die Italiener aus dem Hut zauberten. Da bereits mehrere Rennen abgesagt wurden, sprang unser Nachbarland blitzschnell ein uns offerierte uns eine echt tolle Strecke auf der Kehrseite des Mondes. Naja, nicht gerade vom Mond, aber vom Matterhorn auf jeden Fall. Das Wahrzeichen der Schweiz sieht von der anderen Seite so ungewohnt klein und aus.

Im Training am Dienstag, also zwei Tage bevor wir uns auf den Weg machten stürzte ich bei der letzten Abfahrt. Zuerst spürte ich keinen Schmerz, doch als ich im Tal ankam spürte ich, dass meine Rippen schmerzten. Der Arzt diagnostizierte gequetschte Rippen und Brustkorb. Doch das OK zu fahren habe ich erhalten, also lief soweit noch alles nach Plan. Am Freitag in Cervinia musste ich nach zwei Fahrten im Kurs das Training abbrechen, meine Gesundheit meldete sich zu Wort.

An den beiden Wettkampftagen, die verschneit und vernebelt verliefen, war das Glück nicht ganz auf meiner Seite. Ich kam zwar immer gut aus dem Start, stürzte jedoch im Kurs, worauf ich mich jeweils an dritter Stelle auf Verfolgungsjagd machte. An beiden Renntagen fehlten zum zweiten Platz nur knapp 1 Meter. Doch am Ende zählt nicht, wieviel Abstand man hatte, sondern ob man weiter ist oder nicht. Schlussendlich erreichte ich zweimal den 13. Platz.

Die Reise nach Cervinia hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Aufgrund meiner Verletzung habe ich mich und meinen Körper in Stress- und Schmerzsituationen kennen gelernt. Natürlich hatte ich mir ein besseres Ergebnis erhofft, aber Snowboardcross ist nun mal ein Sport, wo nicht immer alles nach Plan läuft. Ich bin zuversichtlich für meine Reise nach Kongsberg (Norwegen), die ich am 02. Februar antreten werde.

Unbekanntes Land, fremde Kultur, neues Rennen, neues Glück. Ich freue mich wahnsinnig darauf und bin bereit 120% zu geben.

Geniesst die kalten Temparaturen und den Schnee, solange wir sie noch haben.

Caro





 

 
21. Januar 2012

Sedrun

Letztes Wochenende fand ein FIS Race in Sedrun statt. Sedrun, meine Heimstrecke und mein Traumskigebiet. Mit breiten, flachen Pisten und der rund um die Uhr anwesenden Sonne. Meistens zumindest. Am morgen des 14. Januars begaben wir uns in aller herrgotts Frühe auf den Berg. Ich hab schon oft erlebt, wie die Sonne am Horizont untergeht und der Himmel sich gemächlich in einem tiefen Rot färbt. Was ich noch nie erlebt habe: Dass die Sonne am Horizont aufgeht, während ich staunend in ihre Richtung schaue. Meistens gehen wir etwas später auf den Berg oder haben so lange bis wir oben sind, dass ich das jedes Mal verpasst habe. Ich stand also da in der Finsternis und glaubte meinen Augen kaum (oberes Bild).

Sedrun war der Ersatz für das abgesagte Rennen in Isola. Die Strecke war sehr technisch gebaut und so für alle Fahrer eine ziemliche Herausforderun. Die Rega musste am ersten Tag drei Mal einrücken. Das ganze Rennen verzögerte sich. Und so fuhren wir am Samstag die Quali und am Sonntag die Finals. In der Quali konnte ich auf den 10. Rang fahren.

Am Sonntag wurde der Kurs etwas ausgebessert und stelle nicht mehr ein ganz so grosses Risiko dar. Die Heats sind schliesslich schon gefährlich genug. Nach zwei erfolgreichen Läufen, in denen ich den ersten Platz fahren konnte, stürzte ich im dritten Heat und kam als letzte ins Ziel. Damit schaffte ich es zwar nicht ins grosse, dafür ins kleine Final, wo ich schliesslich als zweite und somit gesamt haft sechste ins Ziel kam.

Im grossen und ganzen bin ich sehr zufrieden, es wäre sicher etwas mehr drin gelegen, aber im Snowboardcross ist jedes Rennen eine neue Überraschung und stürzen gehört einfach dazu.

Bis bald

Caro







 

 
09. Januar 2012

Puy St. Vincent

Man weiss ja, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Je öfter etwas getan wird, umso mehr kommt man in einen programmierten Ablauf. Den bin ich mir auch beim Snowboardcross gewohnt. Und so gesehen war es auch nichts Neues meinen ersten Europa Cup zu bestreiten. Aber das starke Startfeld hat mich wahnsinnig überrascht, die Menge an Konkurentinnen und die vielen bekannten Namen auf der Startliste. Nichts desto trotz, war es ein Renn-Wochenende wie jedes andere auch. Das einzig Ungewöhnliche daran war, dass wir ein FIS Rennen als Training und zwei Europa Cups zu bestreiten hatten, anstatt nur ein Rennen zu fahren.

Am Freitag war das Wetter zwar nicht besonders gut, die Bedingungen und der Schnee jedoch ein Traum. Das Rennen wurde nach den Qualifikations-Läufen leider abgesagt, in denen ich mit der Startnummer drei von 54 Fahrerinnen den 20. Platz belegte.

Der Samstag verlief überraschend positiv. Nachdem ich am Freitag noch mit dem Kurs und dem Wetter zu kämpfen hatte, war ich am Samstag die Ruhe selbst und konnte meine Linie souverän nach unten bringen und sogar einen Platz gut machen und somit den 19. Platz belegen.

Gestern, Sonntag, konnte ich den 23. Platz belegen. Mit sieben Weltcup Fahrerinnen am Start wurde ich ziemlich gefordert, gab aber wie immer mein Allerbestes.

Die Ergebnisse mögen ernüchternd erscheinen, sind für mich aber von grosser Bedeutung. Ich sehe sie als Massstab für die Zukunft. Bei den Top 20 einzusteigen ist Motivation genug aus der zweistelligen Zahl nach und nach eine einstellige zu machen. Nächste Woche steht ein Heimrennen in Sedrun an, worauf ich mich wahnsinnig freue.

Ich möchte noch einmal zu einem Blick auf den Terminkalender aufrufen und nächstes Wochenende auf dem Oberalppass vorbeizuschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall, ich freue mich auf euch.

Caro




 


05. Januar 2012

Let's start to fight

Endlich geht es los! Heute ist Abreisetag nach Puy St. Vincent in Frankreich. Ich kenne die Strecke noch vom letzten Jahr, als ich ziemlich genau zur selben Zeit mitten in der Selektionierung für die Youth Olympics steckte. Trotz meiner Zuversicht ein grandioses Rennen zu fahren, war die Konkurrenz schlicht zu stark und ich erreichte einen Platz in den 40ern. Es war gleichzeitig mein erstes FIS Rennen und somit etwas ganz besonderes. Ich hatte ja keine Ahnung, dass ich nur ein Jahr später bereits Europa Cup fahren darf. Und nun, 12 Monate später wird Puy St. Vincent mein erster Europa Cup sein. Nervös bin ich zwar noch nicht, aber das wird früh genug der Fall sein. Tatsache ist, dass ich seit dem letzten Mai auf diesen Tag hingearbeitet habe und die richtige Motivation vorhanden ist.

Aufgrund des Schneemangels wurde auf unserer Tour nun auch die Competition in Isola abgesagt. Die lieben Nachbarn aus Puy St. Vincent haben die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und gleich zwei EC's draus gemacht. Das heisst ich werde dieses Wochenende ein FIS Rennen zum Training der Wettkampfsituation und zwei Europa Cup's fahren. Es wird ein extrem anstrengendes Wochenende werden, aber ich freue mich riesig darauf.

Bitte beachtet doch noch die Änderungen im Rennkalender. Ich wurde schon oft gefragt, wann ich ein Rennen in der Schweiz fahren würde. Bisher stand da nur der EC in der Lenk zur Verfügung. Da Isola abgesagt wurde werde ich am selben Wochenende das FIS Rennen in Sedrun bestreiten. Das Niveau ist nicht ganz so hoch wie beim EC, ich würde mich jedoch über ein, zwei bekannte Gesichter unter den Zuschauern freuen. Für Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

Bis in ein paar Tagen, wenn ich die ersten Resultate aufschalten werde. Ich wünsche euch noch erholsame Weihnachtsferien, sofern ihr noch welche habt und natürlich ein wundervolles 2012, Weltuntergang hin oder her.

Caro





09. Dezember 2011

Auf dem Schnee wie in der Halle

Als Freiluftsportler muss man auf alles gefasst sein. In der Regel gilt: Egal welche Witterung, es wird trainiert, so gut es geht.

Doch wenn man als Wintersportler auch auf den Schnee angewiesen, dieser jedoch nicht vorhanden ist, kann man nichts mehr machen. Cortina, unsere erste Station auf der EuropaCup Tournee, wurde abgesagt. Der Schnee lässt also doch noch auf sich warten und somit verschiebt sich der offizielle Start meiner Saison um knapp 3 Wochen.

Zurück zum Punkt, ... es ist nicht mehr zu machen, ausser Hallentraining und somit jener Teil im Snowboardsport, den viele Leute überrascht. Krafttraining, Kondition, Koordination und wie all die (meist) unbeliebten Vielfalten des Spitzensports (bezieht sich selbstverständlich nur auf das Hallentraining) auch heissen sind genauso wichtig, wie in jedem anderen Sport auch. Unser Team trainiert mit CrossFit, einem Training, das kurz und extrem intensiv ist, aber auch genauso wirksam. Man kann innert kurzer Zeit sehr viel profitieren, da bei CrossFit wirklich alle, der oben aufgelisteten Anforderungen abgedeckt werden.

Auf dem Bild trainiere ich in der "Garage" in Basel. Wer gerne Mal ein wenig reinschnuppern möchte, kann dies gerne tun, mehr Infos auf: www.crossfitbasel.ch

Ich werde die Hoffnung auf weisse Weihnachten nicht so schnell aufgeben und wünsche euch derweil eine wundervolle Adventszeit

Eure Caro





16. November 2011

Auf weissem Untergrund

Ich erwachte frühmorgens. Das Fenster war gekippt, die kühle Luft trieb den Geruch von Schnee ins Zimmer, die Vorfreude stieg. Was für ein Beginn in den Tag, mit Aussicht auf ein tolles Training. Doch ich hatte die Rechnung ohne den Muskelkater gemacht, der sich erst bei der ersten richtigen Bewegung bemerkbar machte. Am Vortag wurden wir gnadenlos gedrillt, aber das sind wir uns ja gewohnt. Nichts desto trotz, der Tag wurde trotz schmerzenden Beinen unglaublich schön, mit genialem Wetter und einem Skigebiet, das völlig leergefegt war. Die Zeit auf dem Brett ist anstrengend. Aber es sind genau jene Tage in der Freiheit, an die man mit einem Lächeln zurück denkt.

Wir, die schweizer Snowboardcross Kader, genossen also gemeinsam mit den Schweden, Franzosen und Japanern fünf grandiose Trainingstage, mit dem besten Wetterverhältnissen. An dieser Stelle möchte ich auch einen alten Freund wieder begrüssen, der sich endlich dazu durchringen konnte, zu erscheinen und wohl auch vor hat zu bleiben, der Schnee.

Nun sind es noch ziemlich genau 30 Tage bis zu meinem ersten Europa Cup in Cortina (ITA). Ich bin gespannt, wie sich jene von den FIS Wettkämpfen unterscheiden werden. Bin top fit und unumstösslich bereit, zu kommen um zu bleiben.

See you

Caro





12. Oktober 2011

Das Training hat begonnen

Wahnsinn! Die erste Woche auf weissem Untergrund habe ich hinter mir und sie war.. Wahnsinn!

Das Wetter zeigte sich von seiner allerbesten Seite, der Schnee zwar etwas schüchtern (siehe Bild), kommt aber bestimmt noch und die Schneebegeisterten um mich herum in bester Laune und Vorfreude auf eine kommende Saison.

Neben dem vielseitigen Training auf dem Schnee hatten wir dieses Jahr zum ersten Mal die Möglichkeit, mit einem Startgate im Garten zu trainieren. Um es genauer zu beschreiben: Auf der Wiese vor unserem "Trainingshaus" wurde eine Startanlage aufgebaut, wie wir sie auf dem Schnee auch haben. Mit alten Brettern fuhren wir bis auf den Rasen, zogen die Bretter ab, liefen wieder nach oben und so weiter.

Die Woche ein voller Erfolg und ein toller Saisonstart. In einem Wort, der Wahnsinn!

Man sieht sich auf dem Schnee

Caro




 

15. September 2011
Und am Anfang war das Wort
Endlich wieder auf dem Board. Nach 4-monatiger Pause freue ich mich bald wieder mein geliebtes Brett an den Füssen zu spüren.

Den Sommer verbrachte ich mit Skaten, Surfen und den Hallentrainings, die ich mit meinem Team besuche. Skaten ist schon länger ein Begleiter meiner Freizeit, Surfen hingegen war etwas völlig Unbekanntes. Es reizte mich, den Versuch zu wagen und zu erfahren, wieviel Surfen mit Snowboarden zu tun hat. Die französische Atlantik- küste eignete sich hervorragend dafür, und es kitzelt noch heute in den Beinen, wenn ich daran zurück denke. Es war eine unglaubliche Erfahrung, mich mit einer anderen Form der Naturgewalten anzufreunden, dem Wasser.
Die Vorbereitungen und der Aufbau für den Winter laufen.
Bis bald
 
Caro




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